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Apple zahlt über eine Million für Ed-Sheeran-Doku

Der iPhone-Hersteller nimmt seine Content-Initiative weiter ernst. Einen im Rahmen von Apple Music geplanten Film über den britischen Sänger lässt sich der Konzern viel Geld kosten.

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Sänger Ed Sheeran mit Gitarre auf einem Festival.

(Bild: "Ed Sheeran at 2012 Frequency Festival" / Christopher Johnson / cc-by-2.0)

Apple will angeblich mindestens eine Milliarde US-Dollar in eigene Inhalte stecken. Einen niedrigen bis mittleren Millionenbetrag davon gehen auch an eine Dokumentation über den britischen Erfolgssänger Ed Sheeran. Das meldet das Fachportal Deadline in dieser Woche. Der Streifen namens "Songwriter" von Murray Cummings hatte auf der Berlinale seine Premiere und lief in dieser Woche auf dem Tribeca Film Festival in New York. Apple habe eine Distributionsversteigerung gewonnen und darf den Streifen nun auf seinen Plattformen wie Apple Music zeigen. Daneben soll der Konzern außerdem angeblich auch Kinovorführungen planen.

Cummings ist Cousin von Sheeran und zeigt in seiner Doku, wie Songs bei dem Sänger und Gitarristen entstehen. Zudem gibt es Auftritte von Sheeran zu sehen. Neben Apple sollen sich auch andere Medienunternehmen für den Film interessiert haben. Sheeran wurde 1991 in West Yorkshire geboren und ist seit 2004 als Musiker tätig. Er hatte seither diverse große Hits, sein Album "x" war 2015 die zweitbestverkaufte Platte weltweit.

Apple zeigt seine Inhalteproduktionen bislang zumeist auf Apple Music. Der Streamingdienst kann für 10 Euro im Monat abonniert werden und bot unter anderem Shows wie "Planet of the Apps". Apple hat in den vergangenen Jahren aber auch bei Großproduktionen wie der Steven-Spielberg-Show "Amazing Stories" zugegriffen. Wo diese letztlich laufen werden, ist unklar – möglicherweise hat der iPhone-Konzern vor, ein eigenes Video-Streaming-Angebot im Sinne von Netflix zu etablieren.

Apple Music hatte zuletzt 40 Millionen zahlende Kunden und pirscht sich somit an den Marktführer Spotify mit 73 Millionen "Paid Subscribers" heran. Apple Music lässt sich drei Monate kostenlos testen, einen werbefinanzierten Dienst wie bei Spotify gibt es aber nicht. Apple will seine Umsätze mit Services in den kommenden Jahren signifikant ausbauen, allein 2018 könnten hier 8,3 Milliarden Dollar in die Kassen gespült werden, wie Analysten meinen. Dazu gehört aber auch der erfolgreiche iOS App Store sowie das Speicherangebot iCloud. (bsc)