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Apple zu Wettbewerbsvorwürfen: Benachteiligung von Dritt-Apps wäre irrational

Nach Apples Ansicht besteht im App Store Chancengleichheit für alle Entwickler. App-Anbieter sehen das anders.

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App Store

Der App Store ist für App-Anbieter der einzige Zugang zu über einer Milliarde iOS-Geräte.

(Bild: dpa, Alex Heinl)

Apple hat sich zu den jüngsten Wettbewerbsvorwürfen in Europa geäußert: Man sei "zuversichtlich", dass die von der niederländischen Regulierungsbehörde ACM eingeleitete Untersuchung letztlich bestätigen werde, dass "alle Entwickler die gleiche Chance auf Erfolg im App Store haben", wie der Konzern in einer Stellungnahme gegenüber CNN mitteilte. Die Regulierungsbehörde hatte zuvor eine Prüfung in Aussicht gestellt, die unter anderem klären soll, ob Apple hauseigene Apps und Dienste bevorzugt.

Zwar installiere man eigene Apps auf dem iPhone vor, doch wäre eine Benachteiligung von Dritt-Apps nicht rational, erklärte Apple im Vorfeld gegenüber den Regulierern, wie aus einer umfangreichen Marktstudie der ACM hervorgeht. Apple habe keinen Anreiz qualitativ hochwertige Dritt-Angebote zu behindern, so das gegenüber der Behörde vorgebrachte Argument – schließlich verdiene man hauptsächlich am Verkauf von Hardware und wolle den eigenen Nutzern deshalb die bestmöglichen Dienste anbieten.

Der App Store stellt einen Großteil des Milliardenumsatzes von Apples Dienste-Sparte, die inzwischen das zweitgrößte Standbein hinter dem iPhone geworden ist – und in Anbetracht eines stagnierenden Smartphone-Marktes zunehmend wichtig wird.

Mehrere App-Anbieter, deren Namen unter Verschluss gehalten werden, sehen das anders, merkt die ACM an: Apple installiere nicht nur eigene Apps und Dienste vor, sondern könne diese auch tiefer in das Betriebssystem integrieren und würde damit Dritt-Anbieter benachteiligen, so der Vorwurf. Dies gelte nicht nur für Apple und iOS sondern auch Google und Android. Ein App-Anbieter forderte spezielle Regeln für Plattformbetreiber, die die eigene Dienste auf dieser Plattform anbieten, merken die Regulierer an. Die EU-Kommission hat im vergangenen Juli bereits eine Rekordstrafe in Höhe von 4,3 Milliarden Euro gegen Google verhängt, weil Smartphone-Hersteller in bestimmten Fällen die Google-Suche und den Browser Chrome vorinstallieren mussten.

Der Musik-Streaming-Dienst Spotify hat jüngst eine Kartellbeschwerde gegen Apple bei der EU-Kommission eingereicht. Ein Sprecher der Kommission bekräftigte gegenüber CNN, die Untersuchung der niederländischen Regulierer "ergänzt" die Entscheidung gegen Google und eine Prüfung von Apple. In Russland versucht die Sicherheitsfirma Kaspersky mit einer Kartellbeschwerde gegen das "App-Store-Monopol" vorzugehen.

Auch in Apples Heimatmarkt USA gerät der App Store unter Beschuss: Der oberste US-Gericht setzt sich aktuell mit einer App-Store-Monopolklage auseinander und die die US-Senatorin (und Präsidentschaftsanwärterin) Elizabeth Warren will mächtige IT-Konzerne "zerschlagen" – neben Google, Facebook und Amazon auch Apple und den App Store.

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(lbe)