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Apples Autopläne: Noch gar nicht offiziell verkündet, aber schon zurechtgestutzt?

Angeblich wird es nun doch zunächst kein Fahrzeug aus Cupertino geben. Stattdessen setzt Apple auf Software zum autonomen Fahren. Doch es gibt eine Deadline.

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CarPlay

Apples CarPlay ist bislang die einzige Software für Autos, die vom iPhone-Hersteller kommt. Hier verbaut in einem Ferrari.

(Bild: dpa, Sandro Campardo)

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Apple plant offenbar zunächst nicht, ein eigenes Auto zu entwickeln – und hat dafür sein "iCar"-Vorhaben deutlich zurückgeschraubt. Das berichtet die Wirtschaftsnachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf Insider. Stattdessen wolle der iPhone-Konzern im Rahmen von "Project Titan" nun zunächst eine Software für autonomes Fahren entwickeln. Dazu gibt es angeblich eine Deadline: Bis Ende 2017 soll entschieden werden, ob die Technik realistisch umsetzbar ist.

Die neue Strategie würde Apple die Flexibilität geben, entweder mit der Autobranche zusammenzuarbeiten oder am Ende doch ein eigenes Fahrzeug zu bauen, hieß es unter Berufung auf informierte Personen. Offenbar war es Apple nicht gelungen, Lieferanten und/oder Auftragsfertiger zu finden, die derart eng mit dem Konzern zusammenarbeiten, wie dies bei iPhone & Co. der Fall ist – hier steuert Apple zahlreiche Details und dreht stark an der Preisschraube. Mehrere hundert Mitarbeiter hätten "Projekt Titan" inzwischen verlassen, so der Bericht – freiwillig oder im Rahmen einer Entlassungswelle. Apple wollte die Informationen am Montag nicht kommentieren. Im Juli war bekannt geworden, dass nach internen Umstrukturierungen mit Bob Mansfield ein bekannter Apple-Hardware-Manager das "iCar"-Vorhaben übernommen hatte.

Über Apples Pläne für das Autogeschäft wird schon seit Anfang 2015 spekuliert, während der Konzern selbst sich dazu nicht äußert. Bloomberg hatte schon im Juli berichtet, der Apples Schwerpunkt verlagere sich eher auf die Entwicklung von Software für autonome Fahrzeuge statt auf den Bau eines eigenen Elektrowagens. Allerdings soll Apple Entwickler für solche Bereiche wie Chassis oder Fahrwerk beschäftigt haben, anfangs waren am "Project Titan" angeblich über 1000 Mitarbeiter beteiligt.

Im September berichtete die New York Times dann, Apple habe angefangen, selbstfahrende Autos zu testen. Die Roboterwagen seien auf eingeschränkten Strecken in abgeschirmter Umgebung unterwegs. Danach gab es Berichte über Kauf-Verhandlungen mit der Rennwagen-Firma McLaren. Die Briten erklärten jedoch, es gebe keine Gespräche.

In diesem Jahr investierte Apple bereits überraschend eine Milliarde Dollar in den chinesischen Fahrdienst-Vermittler Didi Chuxing. Konzernchef Tim Cook sprach von einer strategischen Investition in den Uber-Konkurrenten. (mit Material von dpa) / (bsc)