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Apples Bargeldbestand auf 250 Milliarden US-Dollar angeschwollen

Der iPhone-Konzern soll einem Bericht zufolge mittlerweile über Cash-Mittel in Höhe von einer Viertelbillion verfügen. Dank Donald Trump könnten große Teile davon demnächst in die USA transferiert werden.

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Apple

(Bild: dpa, Maja Hitij)

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Apple macht zwar weiter Schulden, um Dividenden und Aktienrückkäufe zu finanzieren – der Barmittelbestand des Konzerns wächst aber dennoch unaufhaltsam. Wie die US-Wirtschaftszeitung Wall Street Journal meldet, wird erwartet, dass der Konzern in dieser Woche einen Anstieg der freien Mittel auf 250 Milliarden US-Dollar bekanntgeben wird. Am Dienstag teilt Apple seine aktuellen Quartalszahlen mit.

Die Summe ist größer als der aktuelle Börsenwert des US-Supermarktriesen Wal-Mart und des Consumer-Produkte-Giganten Procter & Gamble. Auch die kombinierten ausländischen Währungsreserven der Vereinigten Staaten und Kanadas liegen unter der Summe, so der Bericht. Apple hatte im Dezemberquartal bereits Barmittel in Höhe von 246 Milliarden Dollar kommuniziert. In viereinhalb Jahren soll Apple den Geldberg verdoppelt haben. In den letzten drei Monaten des Jahres 2016 kamen pro Stunde 3,6 Millionen Dollar hinzu.

Es ist unklar, was Apple mit seinen Barmitteln vorhat. Große Teile davon – laut Schätzungen 90 Prozent – lagern bislang außerhalb der Vereinigten Staaten, was bei einer sogenannten Repatriierung hohe Steuernachzahlungen anstoßen würde. Die Trump-Regierung hat allerdings bereits angekündigt, dass signifikante Steuerermäßigungen für die Rückführung von Gewinnen aus dem Ausland geplant sind.

Trump hatte bei seiner Kandidatur angekündigt, dass Unternehmen, die ihre Profite in die USA repatriieren, künftig nur noch 10 Prozent an Gewinnsteuern abführen sollen. Aktuell liegt der Satz noch bei 35 Prozent, was viele Konzerne wie Apple dazu veranlasst, im Ausland angefallene Einnahmen auch dort zu belassen.

Sollte Apple die Gewinne zurückführen, könnte der Konzern unter anderem eine Sonderausschüttung von Dividenden durchführen, die mancher Börsenanalyst fordert. Auch der Kauf anderer Konzerne wäre denkbar, wobei Apple hier äußerst vorsichtig ist. 2014 hatte Apple Beats und Beats Music übernommen. Der Audio-Anbieter kostete "nur" knapp 3 Milliarden Dollar. Es war dennoch der bislang teuerste Kauf. (bsc)