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Apples Diversitätsbericht: Für Cupertino arbeiten vor allem weiße Männer

Apple-Chef Tim Cook hat wie angekündigt eine Übersicht vorgelegt, wie es bei dem iPhone- und Mac-Hersteller in Sachen Beschäftigung von Minderheiten und Frauen aussieht. Er räumte Nachholbedarf ein.

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Apple hat wie im Juli versprochen seinen ersten Diversitätsbericht veröffentlicht. Daraus ergibt sich, dass das Unternehmen weltweit vor allem Männer beschäftigt: Der Anteil liegt bei 70 Prozent im Gesamtkonzern. In den Bereichen Technologie und Führungskräfte sieht es noch schlechter aus: Hier sind nur 20 beziehungsweise 28 Prozent Frauen vertreten. Im nichttechnischen Sektor, zu dem Apple wohl auch seine Apple Retail Stores zählt, ist der Frauenanteil mit 35 Prozent etwas höher.

In Sachen Herkunft seiner Mitarbeiter legt der Konzern derzeit nur Daten für die Vereinigten Staaten vor. Demnach sind die meisten Apple-Mitarbeiter weißer Hautfarbe. Menschen mit asiatischem Hintergrund sind zu 15 Prozent, Personen mit familiären Beziehungen nach Lateinamerika zu 11 Prozent vertreten. Afroamerikaner machen nur 7 Prozent aus, 9 Prozent wollten keine Angaben über ihre Herkunft machen.

Apple schlüsselt auch hier die Mitarbeiter in den Bereichen Technik, "Non-Tech" und Führungskräfte auf. Im Management sind noch weniger Minderheiten vertreten als im gesamten Unternehmen: 64 Prozent bezeichneten sich hier als weiß, 21 Prozent haben asiatische Wurzeln. Menschen mit lateinamerikanischem und afroamerikanischem Hintergrund kommen nur auf sechs beziehungsweise drei Prozent. Der Anteil von Minderheiten ist im nichttechnischen und technischen Bereich höher als im Management.

Apple-Chef Cook (mit Mac Pro) besucht Mitarbeiter in Austin, Texas.

(Bild: Apple)

Apple-Chef Tim Cook kommentierte die veröffentlichten Daten in einer "persönlichen Nachricht". Er sagte, er sei mit den Zahlen nicht zufrieden. "Diese sind nicht neu für uns und wir arbeiten seit ziemlich langer Zeit hart daran, sie zu verbessern."

Apple mache aber "Fortschritte" und sei darauf bedacht, innovativ bei der Förderung von Diversität voranzugehen, "genauso innovativ, wie wir unsere Produkte entwickeln". Apple veröffentlichte zum Diversitätsbericht auch ein Video, das von der neuen Vizepräsidentin für Personalangelegenheiten, Denise Young-Smith, eingesprochen wurde.

Der iPhone- und iPad-Hersteller ist keineswegs das einzige Silicon-Valley-Unternehmen, das vergleichsweise wenig Minderheiten und Frauen beschäftigt. Auch bei Konkurrenten wie Google, Facebook oder Twitter ist der Anteil männlicher Personen weißer Hautfarbe dominierend. (bsc)