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Apples Gesundheits-App: Zuckererfassung funktioniert nicht richtig

Nach Problemmeldungen durch Nutzer in Großbritannien und Australien hat sich Apple entschieden, die Erfassung von Blutzuckerwerten in seiner neuen Health-Anwendung unter iOS 8 vorerst abzuschalten.

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Apples neue Gesundheitszentrale in iOS 8 macht dem iPhone-Hersteller keine Freude. So gab es anfangs technische Probleme, was dazu führte, dass kompatible Drittanbieterprogramme erst verspätet in den App Store gelassen wurden. Nun scheint es weitere Bugs zu geben, wie der IT-Newsdienst CNET meldet. Zuckerkranke in Großbritannien und Australien hätten sich beschwert, dass die Health-Anwendung das Erfassen korrekter Blutzuckerwerte unmöglich mache.

Ein Bug in der aktuellen Version erlaubt es demnach nur, Daten in der Health-App in Milligramm pro Deziliter (mg/dl) einzugeben, wie dies in den USA üblich ist. In Großbritannien und Australien sowie diversen weiteren SI-Ländern wird jedoch mit Millimol pro Liter (mmol/l) gearbeitet. Interessant dabei ist vor allem, dass es über Apples Gesundheits-API HealthKit Drittanbieter-Apps durchaus möglich ist, Werte in mmol/l an Health zu übertragen. Nur die Eingabe in der Health-Anwendung selbst funktioniert offenbar nicht.

Dashboard in der Health-Anwendung: Bislang läuft die App nicht rund.

(Bild: Apple)

Apple hat bislang keine echte Lösung für das Problem. Stattdessen wolle man "bald" ein Softwareupdate veröffentlichen, so ein Sprecher gegenüber CNET, das die direkte manuelle Eingabe der Blutzuckerwerte in der Health-Anwendung zunächst ganz verbietet und auch die Anzeige selbiger abschaltet. Danach werde man an einer neuen Version arbeiten, die beide Maßeinheiten unterstützt. Wann diese kommt, ist unklar.

Bereits erfasste Daten werden nicht gelöscht und sollen später wieder angezeigt werden. Besonders störend: Auch Blutzuckerwerte von Drittanbieter-Apps werden nicht mehr in Health präsentiert, allerdings nimmt Health diese über HealthKit weiter entgegen. Betrachtet werden müssen sie aber in der jeweiligen Erfassungs-App. Deutsche Nutzer hatten übrigens mit Apples jüngstem Health-Bug nicht unbedingt Probleme: Hierzulande wird häufig mg/dl eingesetzt, zumindest war dies in in der alten Bundesrepublik (samt Westberlin) über die Jahre der Standard. (bsc)