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Apples ResearchKit: Forscher erfreut über großes Nutzer-Interesse

Tausende haben sich mit ihrem iPhone zur Teilnahme an einer Studie über Herz-Kreislauf-Erkrankungen bereit erklärt. Tim Cook betonte, das für die medizinische Forschung gedachte iOS-Framework habe kein Geschäftsmodell.

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Nach Einwilligung der Teilnahme kann der Nutzer Daten zu einer Studie beisteuern

(Bild: Apple)

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Eine erste mit Apples ResearchKit angelegte klinische Studie ist auf erhebliches Interesse gestoßen, wie die Finanznachrichtenagentur Bloomberg meldet. Über 11.000 iPhone-Nutzer hätten sich nach Veröffentlichung der App zur Teilnahme an der Studie zu Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems entschlossen – zum Erstaunen der Forscher. Es dauert gewöhnlich ein ganzes Jahr und bedarf rund 50 medizinischen Zentren, um 10.000 Teilnehmer für eine klinische Studie zu finden, erklärte der Studienleiter von der Universität Standford.

Apple hatte am Montag mit ResearchKit ein neues Framework vorgestellt, dass eine Plattform zur Durchführung klinischer Studien in Apps bieten soll: iPhone-Nutzer können sich zur Teilnahme anmelden und verschiedene Angaben beitragen und die von den iPhone-Sensoren oder anderen externen Geräten erhobene Daten übermitteln – wie beispielsweise Aktivität oder bestimmte Messwerte. "ResearchKit gibt der Gemeinschaft der Wissenschaftler Zugang zu einer vielschichtigen Bevölkerung auf der ganzen Welt und bietet mehr Möglichkeiten Daten zu erheben als jemals zuvor", teilte ein Manager des Konzerns mit.

Wie tauglich und repräsentativ die auf diese Weise erhobenen Daten ausfallen, bleibt vorerst offen – die automatische Erfassung durch iPhone-Sensoren und Messgeräte könnte Falsch- und Fehlangaben verringern, hoffen Forscher.

Fünf Apps verschiedener US-Universitätskrankenhäuser sind inzwischen erhältlich, die Studien zu Asthma, Brustkrebs, Diabetes und Parkinson durchführen. Apple erhalte dabei keinen Einblick in die erhobenen Daten, betonte der Konzern.

Vor Aktionären erklärte Apple-Chef Tim Cook am Dienstag, für ResearchKit gebe es kein Geschäftsmodell und keinen "Return on Investment" – der Konzern habe also kein Interesse daran, damit Geld zu verdienen. Apple will das Framework im April veröffentlichen und zwar quelloffen, so dass es sich auch von weiteren Herstellern auf anderen Plattformen einsetzen lässt. (lbe)