Apples Siri-Vater: Künstliche Intelligenz soll das Gedächtnis erweitern

Die Bemühungen von Apple im Bereich der KI zielen laut Tom Gruber darauf ab, dass der Mensch besser mit seinen Schwächen umgehen kann.

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Siri an Bord

Kommunikation mit Siri.

(Bild: dpa, Andrea Warnecke)

Von
  • Ben Schwan

Tom Gruber, Apple-Produktdesigner und einer der Väter der iOS- und macOS-Sprachassistentin Siri, hat auf der TED-Konferenz, die derzeit in Vancouver abgehalten wird, Details zu Apples KI-Strategie verraten – zumindest ansatzweise. Bei dem Vortrag betonte er, Computer sollten künftig Schwächen, die der Mensch habe, ausgleichen. "Statt Menschen zu reduzieren, sollte uns die Superintelligenz eine supermenschliche Intelligenz geben."

Dazu gehöre das Gedächtnis. Gruber glaubt beispielsweise, dass unsere Rechner – in welcher Form dann auch immer – künftig jede Person, die wir treffen oder jede Nahrung, die wir essen (sowie unsere dabei erlebten Gefühle) speichern werden. "Ich kann noch nicht sagen, wann es soweit ist und welche Formfaktoren beteiligt sein werden, aber ich glaube, dass es unvermeidlich ist." Apple arbeitet Berichten zufolge unter anderem an Augmented-Reality-Brillen, die mit dem iPhone in Verbindung stehen sollen.

Der Schutz der Privatsphäre und die IT-Sicherheit seien dabei von großer Bedeutung. "Wir werden auswählen können, was erinnert wird und was nicht." Die Daten müssten "sehr sicher" sein. Gruber glaubt an große Vorteile durch "Augmented Memory" – nicht nur für gesunde Menschen im normalen Alltag, sondern auch Personen mit Demenz oder Alzheimer. "Es ist der Unterschied zwischen einem Leben in Isolation und einem Leben in Würde und in Verbindung mit der Welt."

Er selbst habe einen Freund, der blind und gelähmt sei und nun die Apple-Sprachassistentin Siri verwende, um andere Menschen online zu treffen. "Hier ist ein Mann, dessen Beziehung zu KI ihm hilft – mit echten menschlichen Beziehungen", erklärte Gruber.

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(bsc)