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Apples TV-Dienst mit Staraufgebot – aber ohne Netflix

Gut zehn TV-Serien – darunter Sci-Fi und Fantasy – stehen für Apple zum Start angeblich bereit. Inhalte Dritter sollen das Streaming-Angebot erweitern.

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Apple TV

(Bild: Apple)

Apples Pläne für einen eigenen Video-Dienst zeichnen sich kurz vor der erwarteten Vorstellung klarer ab: Elf von dem Konzern finanzierte TV-Projekte sind im Kasten oder stehen kurz vor Abschluss, wie die New York Times berichtet – dies seien die Kandidaten, die Apples Angebot zum Start füllen könnten. Zusätzlich wird erwartet, dass Apple die auf dem iPhone vorinstallierte TV-App weiter ausbaut und darin auch Inhalte von Drittanbietern direkt einbindet – möglicherweise gegen Aufpreis.

Zu Apples mit einem Milliardenbetrag finanzierten TV-Inhalten gehören mehrere Sci-Fi- und Fantasy-Serien: Das Space-Drama "For All Mankind" von Battle-Star-Galactica-Macher Ronald D. Moore sei abgeschlossen, schreibt die New York Times. Die Serie befasse sich mit der Frage, was passiert wäre, wenn es kein Ende des globalen Wettlaufs ins All gegeben hätte. Eine Neuauflage von Steven Spielbergs "Amazing Stories" werde voraussichtlich in Kürze zu Ende gebracht.

Zudem sei die Fantasy-Serie "See" in Produktion, deren Hauptrolle der aus Game of Thrones und Aquaman bekannte Jason Momoa spielt. Apple habe auch Sixth-Sense-Regisseur M. Night Shyamalan verpflichtet, heißt es weiter, er drehe einen Thriller. Eine Serie mit Reese Witherspoon und Jennifer Aniston soll einen Blick hinter die Kulissen einer TV-Morningshow werfen, Apple habe davon direkt zwei Staffeln bestellt. Zudem sei eine Krimi-Verfilmung mit der Oscar-Preisträgerin Octavia Spencer abgeschlossen ebenso wie zwei Comedy-Serien, darunter eine von zwei der "It’s Always Sunny in Philadelphia"-Stars.

Eine Anthologie-Serie über US-Immigranten ("Little America") wird derzeit noch gedreht, merkt die Zeitung an, ein Cartoon-Musical des Machers von Bob’s Burgers dürfte in den kommenden Monaten fertiggestellt werden, ebenso wie eine Dokumentation über Luxuswohnungen.

Apple habe sich auf wenige, qualitativ hochwertige Inhalte konzentriert, heißt es in der Branche, wie die Financial Times berichtet – statt wie Netflix den Massenmarkt mit Content zu fluten. Zuvor wurde bereits bekannt, dass Apple für die eigenen TV-Inhalte hohe Ziele hegt, bis hin zu begehrten Preisen wie Emmy und Oscar.

Apples TV-App dürfte mit dem Video-Streaming-Dienst deutlich ausgebaut werden.

(Bild: Apple)

Analysten spekulieren, Apple wolle als Preis die üblichen 10 bis 15 Dollar pro Monat für ein Abonnement veranschlagen, ob darin auch Inhalte von anderen Sendern und Produzenten enthalten sind, bleibt unklar.

Berichten zufolge will der iPhone-Konzern in Anlehnung an die "Channels" in Amazon Prime Video den Zugang zu bestimmten Sendern gegen monatlichen Aufpreis verkaufen, um so die TV-App zu einer zentralen Anlaufstelle für TV- und Film-Inhalte zu machen.

Netflix-CEO Reed Hastings betonte auf einer Veranstaltung am Montag, der Streaming-Dienst werde keine Inhalte über Apples Dienst bereitstellen – "wir wollen, dass Leute unsere Shows bei unseren Diensten schauen", wird Hastings zitiert. Netflix hat sich bisher bereits aus Apples TV-App ferngehalten und jüngst auch Apples Bezahlschnittstelle aus der Netflix-App entfernt, um nicht länger bis zu 30 Prozent an Apple abtreten zu müssen. Apple hat für den 25. März zu einem Special Event eingeladen, es steht unter dem Motto "It's show time".

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(lbe)