Menü

Apples "Tastaturfiasko" geht weiter

Probleme mit den Butterfly-Tastaturen plagen Nutzer aller aktuellen MacBook-Varianten. Eine bekannte Netzfirma hat nun eine interne Statistik publiziert.

Lesezeit: 1 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 117 Beiträge

Hier liegt der Hase im Pfeffer.

(Bild: iFixIt)

Von

Apple hat die technischen Schwierigkeiten mit seinen aktuellen Notebook-Tastaturen noch immer nicht in den Griff bekommen. Obwohl die sogenannten Butterfly-Keyboards der dritten Generation mittlerweile mit einer Schutzmembran versehen sind, kommt es vor, dass Staubkörner oder Krümel einzelne Tasten außer Betrieb setzen. Ein bekanntes Internet-Unternehmen hat nun eine interne Statistik publiziert, wie häufig dies bei den Geräten vorkommt – das Ergebnis ist leidlich desaströs.

David Heinemeier Hansson, Gründer von Basecamp, hat seine Mitarbeiter nach Problemen mit ihren MacBook-Tastaturen befragt. Von den 47 Personen, die im Unternehmen ein Gerät verwenden, das aus den betroffenen Baureihen stammt, berichten 30 Prozent von aktuell vorhandenen Problemen – die Zahl schließt solche Personen nicht ein, bei denen die Tastatur bereits repariert wurde. Dabei werden alle Generationen des Butterfly-Keyboards abgedeckt, also 1, 2 sowie 3 mit der Membran. Letztere soll das Problem nicht behoben haben. 2018er Geräte, in denen die Schutzmembran steckt, waren nämlich ebenfalls betroffen – und zwar mit hoher Wahrscheinlichkeit. Laut Hansson sind es sechs von 13 MacBooks des jüngsten Jahrgangs.

Sein Fazit: Das MacBook-Tastatur-"Fiasko" sei "viel schlimmer, als Apple denkt". Der bekannte Apple-Blogger John Gruber kommentierte, er glaube, die Aussage sei nicht ganz richtig. Stattdessen sei das Problem schlicht "deutlich schlimmer, als Apple einräumt". Gruber kritisierte auch die mit der Butterfly-Tastatur eingeführte neue Anordnung der Cursor-Tasten, die im Vergleich zur alten umgedrehten T-Anordnung "so viel schlechter" sei.

Apple hatte zuletzt im Rahmen eines Medienberichts des Wall Street Journal eine Entschuldigung an betroffenen Nutzer durchgegeben. darin aber nur mitgeteilt, es sei eine "kleine Zahl" von Nutzern betroffen. Dies scheint, wenn man nach Hanssons Statistik geht, nicht der Fall zu sein. Dessen Unternehmen beschäftigt diverse Programmierer, Supporter, Marketingleute und weitere Personen, die ihr MacBook intensiv einsetzen – Apples ideale Zielgruppe, quasi.

Butterfly-Tastaturen stecken mittlerweile in allen aktuellen Mac-Notebooks: Vom MacBook (ab 1298,64 €) über das MacBook AIr (ab 1581,55 €) bis zum MacBook Pro (ab 1599 €) mit beiden Gerätegrößen. Immerhin hat Apple inzwischen ein Reparaturprogramm aufgelegt, bei dem defekte Keyboards kostenlos getauscht werden – das Problem ist allerdings, dass auch die neuen Tastaturen anfällig bleiben. (bsc)