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Apples neues Hauptquartier sorgt für Baummangel

Um seinen "Apple Park" zu gestalten, kauft der Konzern jede Menge Grün. In Kalifornien verzerrt das nun den Markt.

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Apples neues Hauptquartier sorgt für Baummangel

Der Apple Park bekommt viele Bäume.

(Bild: Apple)

Apples finale Arbeiten an seinem gigantischen neuen Hauptquartier Apple Park im kalifornischen Cupertino haben Auswirkungen auf einen unerwarteten Sektor: Den Garten- und Landschaftsbau. Wie die Lokalzeitung San Francisco Chronicle in diesem Monat schrieb, gehen anderen Bauprojekten die Bäume aus, weil Apple den Markt leerkauft. Das neue "Mutterschiff" des iPhone-Herstellers steht in einer großen Parkanlage, auf der mehr als 9000 Bäume gepflanzt werden sollen – und diese werden offenbar zu großen Teilen neu erworben, obwohl sich das Unternehmen bemüht hat, den vorhandenen Baumbestand auf dem Gelände, das zuvor unter anderem Hewlett-Packard gehörte, zu retten.

Apple hat den Baummarkt im Griff

Das neue Transbay Transit Center in San Francisco, das einen großen Dachgarten mit Bäumen erhalten soll, habe Schwierigkeiten, genügend Bäume zu bekommen, so der Bericht. Der Gartenbaubereich sei ein "überraschend halsabschneiderisches Geschäft". Besonders begehrte Pflanzen seien für Apple vorgesehen. Entsprechend musste die für das Transbay Transit Center zugeständige Behörde die Bäume in der Baumschule vormarkieren, damit sie nicht vorab vom iPhone-Hersteller aufgekauft werden. Apple arbeitet offenbar direkt mit lokalen Baumschulen zusammen, um die notwendigen Stückzahlen zu sichern.

Bereits 2013 war bekanntgeworden, dass Apple für sein damals noch "Campus 2" genanntes Bauprojekt einen eigenen "Chef-Baumpfleger" beschäftigt. Der "Senior Arborist" war damals der Experte Dave Muffly engagiert, der zuvor in ähnlicher Position bei der Stanford University beschäftigt war.

Eichen und Obstbäume über das ganze Gelände

Die Zahl der geplanten Bäume ist in den vergangenen vier Jahren noch gewachsen. 2013 hieß es, der Apple Park brauche insgesamt 7000 Bäume, 1000 davon waren Altbestand, mehr als 6000 sollten neu gepflanzt werden. Mittlerweile sind es 2000 Stück mehr. Darunter seien neben Eichen der Sorten Savannah und Woodland auch Obstbäume, hieß es damals – etwa Apfel, Pflaume, Aprikose, Kirsche und Persimone.

Der verstorbene Apple-Chef Steve Jobs hatte die Pläne für den neuen Apple-Campus kurz vor seinem Tod vorgestellt und betont, er wolle die klassische kalifornische Parklandschaft wiederbeleben, wie er sie aus seiner Jugend kannte. Der Apple Park soll noch in diesem Frühjahr für erste Apple-Mitarbeiter bezugsbereit sein.

Apple Park – Apples neues Hauptquartier in Cupertino (7 Bilder)

Ab April wird "Apple Park" von ersten Mitarbeitern bezogen.
(Bild: Apple)

(bsc)