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Apps: Google hat mehr Downloads, Apple macht mehr Umsatz

Google Play und Apples App Store entwickeln sich höchst unterschiedlich: Android-Nutzer laden doppelt so viele Apps herunter, der Umsatz mit Smartphone-Software liegt dafür bei iOS um 75 Prozent höher.

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(Bild: dpa, Kimimasa Mayama/Archiv)

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Gemessen an App-Downloads hängt Googles Play-Store den iOS-App-Store zunehmend ab. Dies geht aus dem Jahresbericht des App-Analysedienstes App Annie hervor. 2015 habe Google Play den "Download-Vorsprung" von 60 Prozent im Vorjahr auf nun 100 Prozent gegenüber dem App Store ausgebaut, schreibt die Firma – Nutzer hätten also doppelt so viele Android-Apps wie iOS-Apps heruntergeladen.

Trotz des erheblichen Download-Zuwachses von Google Play bleibt Apples App Store der Erhebung zufolge der klare "Umsatzkönig": Die mit iOS-Apps erzielten Umsätze liegen nun um 75 Prozent höher als bei Google Play, erklärten die Marktforscher gegenüber VentureBeat. Im Jahr 2014 seien es noch 70 Prozent mehr gewesen. Apple hat nach eigener Angabe im vergangenen Jahr über 20 Milliarden Dollar mit dem Verkauf von Apps umgesetzt.

Die Diskrepanz geht nicht zuletzt auf den Ursprung des Wachstums zurück: Während die massiven Download-Zahlen bei Android-Apps von Nutzern in Brasilien, Indien, Indonesien, Türkei und Mexiko "befeuert werden", wie App Annie ausführt, der steigende Umsatz mit iOS-Apps sei hauptsächlich auf USA, China und Japan zurückzuführen. Konkrete Zahlen zu Downloads und Umsatz nennt der Bericht nicht.

Den Marktforschern zufolge wird weiterhin 90 Prozent des Umsatzes bei Google Play mit Spielen erzielt, im iOS-App-Store liege dieser Anteil bei 75 Prozent. Der Anteil der sogenannten In-App-Käufe habe 2015 zugenommen: nicht nur durch den Verkauf virtueller Spielewährung, sondern durch “rasanten Zulauf” bei Abonnement-Modellen von Video-, Musik- und Dating-Apps.

Die weltweiten Top-Charts bei App-Downloads für iOS wie Android dominierte im vergangenen Jahr Facebook: Mit WhatsApp, Facebook Messenger, der Facebook-App und Instagram belegte der Konzern die ersten vier Plätze. Den höchsten App-Umsatz erzielte der Auflistung nach der Musik-Dienst Spotify, gefolgt von dem Messenger Line, dem Musikdienst Pandora, dem US-Sender HBO Now und schließlich der Dating-App Tinder. (lbe)