BMW: Teures CarPlay-Abo notwendig wegen hohem Entwicklungsaufwand

Die Bayerische Motorenwerke verlangen Jahresgebühren, um die iPhone-Einbindung zu nutzen. Das soll auch Apples Schuld sein, deutet die Firma an.

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BMW - autonom fahrendes Fahrzeug

Ein autonomer BMW: Ob's den auch nur gegen Jahresgebühr geben wird?

(Bild: dpa, Matthias Balk)

Von
  • Ben Schwan

BMW-Fahrer, die Apples CarPlay nutzen wollen, müssen kräftig draufzahlen. Warum das so ist, hat der Autokonzern nun gegenüber einem US-Medium mitgeteilt. Ein Vertreter des Unternehmens gab gegenüber dem Fachblatt Car and Driver an, Grund sei die Verwendung von der Drahtlosvariante der iPhone-Fahrzeugintegration, Wireless CarPlay genannt.

Wireless CarPlay benötige "andere Hardware" als die drahtgebundene Version. Weiterhin sollen Ingenieurs-, Entwicklungs- und Testkapazitäten notwendig sein, damit CarPlay korrekt mit dem Fahrzeug funktioniert.

Jedes Mal, wenn Apple ein Update für iOS herausbringt oder neue Funktionen ergänzt, könne es vorkommen, dass Teile davon nicht mit dem bestehenden Infotainment-System zusammenarbeiten, so Car and Driver, weshalb BMW dann ran muss. Ergo: Eigentlich ist Apple schuld. "Wireless CarPlay erhöht die Komplexität."

Dennoch dürften sich viele BMW-Fahrer die Frage stellen, warum CarPlay bei dem Konzern so teuer ist und bei anderen nicht. Um CarPlay überhaupt im Fahrzeug nutzen zu können, muss ein Navigationssystem des Herstellers verbaut sein (Aufpreis je nach Modell gut 3000 Euro) – oder zumindest die Sonderausstattung "Telefonie mit Wireless Charging" gewählt sein, die knapp 400 Euro kostet.

Im Abonnement zahlt man dann für drei Jahre 300 Euro. In manchen BMW-Modellen kann man alternativ auch ein Jahresabo zum Preis von 110 Euro erwerben – in den USA ist dieses mit 80 US-Dollar deutlich billiger. Seit kurzem erlaubt BMW seinen Kunden immerhin, den CarPlay-Support zudem "unbegrenzt" freizuschalten. Dies kostet dann noch einmal satte 400 Euro.

BMW-Fahrer dürfte außerdem ärgern, dass Kunden von Toyota, die den auf BMW-Technik basierenden neuen Supra erwerben, für Wireless CarPlay für mindestens vier Jahre keinen weiteren Cent zahlen müssen – zumindest in den Vereinigten Staaten. BMW ist indes nicht der einzige Autohersteller, der sich durch Abomodelle neue Einnahmen verspricht. Auch Mercedes, Audi, VW und Co. werkeln an ähnlichen Modellen, bei denen der Fahrzeugkauf und die Servicekosten nicht die einzigen Geldquellen sind.

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(bsc)