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Beharrliches Problem in iOS und macOS: "Safari-Webinhalt wurde unerwartet beendet"

Bis hin zu iOS 10.2 und macOS 10.12.2 stoßen viele Nutzer beim Surfen mit Safari auf die Fehlermeldung "Mit dieser Webseite ist ein Problem aufgetreten". Das Problem besteht seit Jahren, scheint mit Sierra aber wieder häufiger aufzutreten.

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Safari 10 auf dem Mac

Die Webseiten-Probleme können auf Mac, iPhone und iPad auftreten.

(Bild: Apple)

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Apples Browser Safari zeigt seit längerem eine Fehlermeldung, die auch in iOS 10.2 sowie macOS 10.12.2 noch gehäuft zu beobachten ist: Beim Aufruf einer beliebigen URL blendet Safari den Warnhinweis "Mit dieser Webseite ist ein Problem aufgetreten. Deshalb wurde sie neu geladen" am oberen Ende des Fensters und lädt die Seite wie angegeben frisch. Mac-Nutzer erhalten zudem eine Warnmeldung über einen Fehlerbericht mit dem Hinweis "Safari-Webinhalt wurde unerwartet beendet". Der Bericht lässt sich dann an Apple übermitteln, das erfordert jeweils zwei zusätzliche Klicks und wird schnell umständlich, wenn derartige Abstürze mehrfach in Folge auftreten.

Seit der Veröffentlichung von macOS Sierra und Safari 10 hat die Zahl der Berichte zu dem Problem wieder deutlich zugenommen. Die Fehlermeldung scheint derzeit besonders in nicht-englischsprachigen Ländern verbreitet – beziehungsweise bei Nutzern, die eine andere Sprache als Englisch als Systemsprache einsetzen. Der Bug tritt auch in älteren Safari- beziehungsweise macOS-Versionen auf, auch in iOS war dieser mitunter schon früher anzutreffen.

Mac-Nutzer können den Fehlerbericht jeweils an Apple senden.

Trotz des langjährigen Bestehens des Fehlers gibt es weiterhin keine Patentlösung für Nutzer, bei denen die Problemmeldung nicht nur sporadisch, sondern ständig auftritt und ein normales Surfen damit unbequem bis unmöglich macht. Wer sich vor Englisch nicht scheut, kann einfach die Systemsprache umstellen und beobachten, ob sich das Problem damit erübrigt hat.

Ein weiterer Ausweg liegt im Wechsel des Browsers, das Angebot an Dritt-Browsern für macOS wie iOS ist groß. Auf iPhone und iPad bleibt Safari dabei zwangsläufig weiterhin der Standard-Browser. Mac-Nutzer können auch auf Apples "Safari Technology Preview" ausweichen. Der Vorteil dabei: Die Betaversion des Browsers behält die Lesezeichen und die iCloud-Synchronisation bei und lässt sich leicht parallel zur “normalen” Safari-Version einsetzen.

Auf dem Mac können offenbar auch nachträglich installierte Schriften – etwa von Microsoft Office – die Abstürze auslösen: Hier empfiehlt sich der Blick in das vorinstallierte Programm “Schriftsammlung”. Es erlaubt im Menü “Ablage” sowohl alle ausgewählten Schriften zu überprüfen und als problematisch gekennzeichnete Fonts dann zu löschen. Im Menü Ablage besteht auch die Option, einfach die “Standardschriften wiederherzustellen”. Benötigte zusätzliche Fonts müssen dann wieder schrittweise manuell nachinstalliert werden.

Übliches Safari-Troubleshooting wie das Löschen des Verlaufs (im Menü “Safari”) oder das Cache-Löschen (im Menü “Entwickler”, das sich in den Safari-Einstellungen unter “Erweitert” ganz unten aktivieren lässt), kann man bemühen, es scheint in diesen Fällen aber nur selten zu helfen – oder wenn nur temporär. Bei Safari-Problemen empfiehlt sich generell auch, installierte Erweiterungen abzuschalten oder ganz zu löschen. Apple rät außerdem, alte Plug-ins aus dem Library-Ordner des Systems sowie des Benutzers zu entfernen. (lbe)