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Bekannter Analyst bezweifelt Apple-Fernseher

Nachdem schon das "Wall Street Journal" berichtet hatte, dass Apple die Arbeiten an UHDTVs eingestellt hat, legt nun der üblicherweise gut informierte Börsenmann Gene Munster nach. Es sei wahrscheinlicher, dass Apple auf einen TV-Dienst setze.

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Bekannter Analyst bezweifelt Apple-Fernseher

Apple-TV-Box an Fernseher (nicht von Apple).

(Bild: Apple)

Gerüchte über einen Fernseher aus dem Hause Apple gibt es bereits seit mehreren Jahren – bestätigt haben sich diese bislang nicht. Zuletzt meldete das Wall Street Journal in dieser Woche, Apple habe das interne Team für ein UHDTV-Projekt bereits vor einem Jahr aufgelöst.

Gene Munster, Analyst beim Bankhaus Piper Jaffray mit guten Verbindungen nach Cupertino, gehörte zu den Marktbeobachtern, die lange an ein TV-Gerät von Apple glaubten. Nun hat er sich in einer Notiz an Kunden zum Thema geäußert – und seine Meinung revidiert.

Zwar bestätige der Wall Street Journal, dass Apple über einen längeren Zeitraum an einem Fernseher gearbeitet habe, doch sei es ein Fehler gewesen, das Produkt ständig zu erwarten. "Ursprünglich dachten wir, dass Inhalte das Problem für die Verzögerung war." Stattdessen hätten Apple die "Killerfeatures" gefehlt. Eine Kombination aus der Spracherkennung Siri, dem Videodienst FaceTime, einem App Store für den Fernseher und einem Bewegungssensor vom Apple-Zukauf PrimeSense sei wohl nicht genug der Alleinstellungsmerkmale für ein solches Gerät. Munster glaubt nun, dass Apple auf den Ausbau seiner Multimediabox Apple TV setzt.

Der Wall-Street-Mann Carl Icahn, der Apple für stark unterbewertet hält, teilt Munsters Meinung indes nicht. Er nannte den Bericht des Wall Street Journal gegenüber dem US-Börsensender CNBC "lächerlich". Er glaube nach wie vor daran, dass Apple einen Fernseher produzieren werde. "Das nehme ich nicht zurück." (bsc)