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Bericht: Apple verkauft nur 2,5 Millionen HomePods im ersten Jahr

Die Siri-Speaker des iPhone-Produzenten könnten sich nach Einschätzung eines gut vernetzten Analysten zum Flop entwickeln. Abhilfe soll ein billigeres Modell schaffen.

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(Bild: Apple)

Apples HomePod verkauft sich schlechter als von Apple erwartet. Davon geht auch der üblicherweise gut informierte Analyst Ming-Chi Kuo vom Bankhaus KGI Securities aus Taiwan aus. In einer Notiz an Investoren aus dieser Woche schreibt er, die von Apple in diesem Jahr verkauften Einheiten des smarten Lautsprechers würden sich bei nur 2 bis 2,5 Millionen Stück bewegen. Diese Zahl ist deutlich geringer, als zuvor von Marktbeobachtern erwartet. Teilweise geisterten Werte von 10 Millionen im Jahr 2017 durch die Branche.

Apple soll die Produktion laut Berichten aus Asien bereits zurückgefahren haben. Einige Auftragsfertiger lieferten statt der zunächst anvisierten 500.000 Einheiten pro Monat seit März nur noch 200.000 Stück, hieß es in der vergangenen Woche. Dazu gab es Spekulationen, laut denen in manchen Apple-Geschäften in den USA pro Tag nur 10 HomePods abgesetzt würden – für den erfolgsgewöhnten Konzern sind das Peanuts. Andererseits ist der Siri-Speaker weiterhin nur in drei englischsprachigen Märkten – die USA, Großbritannien und Australien – erhältlich, Deutschland und Frankreich folgen laut Apple "im Frühjahr", das sich so langsam seinem Ende zuneigt.

Kuo von KGI Securities sieht die schlechtere Nachfrage in Apples Lieferkette. Konkurrenten wie Amazon mit seinen billigen Alexa-Produkten machen Apple demnach das Leben schwer. Der HomePod ist ab 350 US-Dollar erhältlich. Kuo meint, bei Apple denke man nun darüber nach, ein kostengünstigeres und kleineres HomePod-Modell bis Ende des Jahres zu offerieren. Dazu hatte es bereits Meldungen aus Asien gegeben. Wenn Apple einen solchen "HomePod Mini" in Planung hat, dürfte dieser allerdings schon seit längerem in der Pipeline sein – die Entwicklungszyklen neuer Apple-Produkte können Jahre in Anspruch nehmen.

AppleInsider errechnete unterdessen, das selbst ein wie geschildert schlechtes HomePod-Geschäft Apple viele Millionen an Umsatz einbringt. Geht man von 10 HomePods pro Tag und Ladengeschäft in den USA, Australien und Großbritannien aus, käme Apple allein schon auf knapp 630.000 verkaufte Einheiten bis Ende des Jahres, was Erträge in Höhe von 220 Millionen Dollar in die Kassen des Konzerns spülen würde – und Reseller sowie Apples Online-Laden sind hier nicht einkalkuliert, genauso wenig wie ein (womöglich gut laufendes) Weihnachtsgeschäft. (bsc)