Bericht: Apple verliert zweiten iPhone-Prototypen in Bar

Diesmal soll das Gerät, zu dem es keine näheren Details gibt, in einem mexikanischen Etablissement liegengelassen worden sein.

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Update
Von
  • Ben Schwan

Ein Apple-Mitarbeiter hat laut einem bislang unbestätigten Bericht des Branchenmangazins CNet den Prototypen eines neuen iPhone-Modells in einem Lokal in San Francisco verloren. Der Vorfall erinnert an ein ähnliches Malheur im vergangenen Frühjahr. Damals hatte ein Firmenangestellter ein iPhone-4-Testgerät Wochen vor der offiziellen Vorstellung in einem kalifornischen Biergarten liegenlassen. Das Gerät war dann beim Technikblog Gizmodo gelandet, gegen das Apple schließlich die Behörden vorgehen ließ.

Diesmal soll der Verlustort ein mexikanisches Restaurant samt angeschlossener Bar gewesen sein. Seit Ende Juli versuche der Apple-Sicherheitsdienst bereits, das noch geheime Gerät wiederzubeschaffen, berichtete CNet unter Berufung auf eine mit den Ermittlungen vertraute Person. Es sei bislang nicht wiedergefunden und möglicherweise im Internet verkauft worden. Apple und die Polizei von San Francisco hätten einen Kommentar abgelehnt.

Apple habe den Weg des Prototypen über die eingebauten Sicherheitsfunktionen noch bis zu einem Haus in San Francisco verfolgen können, heißt es weiter. Dessen Bewohner habe zwar zugegeben, am fraglichen Abend in der Bar gewesen zu sein, aber jegliche Kenntnis über das Gerät verneint. Eine Durchsuchung sei ergebnislos geblieben. Möglicherweise sei das Telefon über die US-Onlineplattform "Craigslist" für 200 Dollar verkauft worden. Es ist bislang unklar, wie der Prototyp aussieht. Beim iPhone 4 hatte Apple das Gerät in eine Hülle gepackt, die das Vormodell nachahmte.

[Update:] Gegenüber dem PCMag wollten zwei Sprecher der Polizei von San Francisco (SFPD) den Vorfall bislang nicht bestätigen. Am Donnerstag habe es aber telefonische Kontakte zwischen SFPD und Apple Global Security gegeben. Apple sei dabei aber nicht bereit gewesen, Details herauszugeben. Die Sprecher könnten wiederum erst dann in den Polizeiakten nach einem Vorfall suchen, wenn zumindest der Name des Opfers, also des betroffenen Apple-Mitarbeiters, bekannt sei. [/Update]

Die Vorstellung von Apples nächster iPhone-Generation wird im September oder Oktober erwartet, möglicherweise zeitgleich mit der Einführung von iOS 5, das im Herbst erscheinen soll. Die Spekulationen über die neue Hardware gehen bislang wild auseinander – so werden etwa ein leicht vergrößerter Bildschirm oder ein "Worldphone"-Funkchip, der GSM/UMTS und CDMA unterstützt, in der Gerüchteküche herumgereicht. (mit Material von dpa) / (bsc)