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Bericht: Apple wollte mit BMW und Daimler zusammenarbeiten – die aber nicht

Laut einem Zeitungsbericht ließen die beiden deutschen Fahrzeugkonzerne den iPhone-Produzenten bei seinem "iCar"-Projekt abblitzen. Es ging um Produktionsverträge.

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iPhone-Integration CarPlay: Apples bislang einziger öffentlich gewordener Vorstoß ins Autogeschäft

(Bild: dpa, Sandro Campardo)

Sowohl Daimler als auch BMW haben angeblich eine Kooperation mit Apple bei der Herstellung eines eigenen Autos abgelehnt. Das meldet zumindest das Handeslblatt unter Berufung auf nicht näher genannte Quellen aus der Industrie. Demnach scheiterte die Zusammenarbeit gleich aus mehreren Gründen. So konnte angeblich keine Einigung darüber erzielt werden, wer das Projekt leitet. Zudem habe es Streit darum gegeben, wer die von den Fahrzeugen gewonnenen Daten erhalten solle. Hinzu kamen Differenzen im Zusammenhang mit Apples iCloud, die offenbar beim "iCar"-Projekt eine wichtige Rolle spielen soll.

Die Verhandlungen mit BMW seien im letzten Jahr zusammengebrochen, die mit Daimler "in jüngerer Zeit", heißt es in dem Bericht. Dass es Gespräche zwischen Apple-Konzernchef Tim Cook und BMW gegeben hatte, war bereits bekannt. Nun verhandelt Apple angeblich unter anderem mit dem kanadisch-österreichischen Fahrzeugfertiger Magna. Diesbezügliche Gerüchte gibt es bereits seit längerem. Er könnte das "iCar" in Österreich bauen, wo offenbar genügend Ressourcen in den Fabriken bereitstehen. Informationen des Wall Street Journal zufolge lässt sich Apple aber noch Zeit. So könnten erste Fahrzeuge 2020 auf den Markt kommen.

Wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung derweil berichtet, betreibt Apple angeblich bereits ein eigenes "iCar"-Büro in Berlin. Eine Gruppe aus 15 bis 20 Experten soll dort beschäftigt sein. Es handle sich um relativ junge Leute mit einer "progressiven Denke", die in ihren alten Autokonzernen nicht weitergekommen seien. Neben Ingenieuren seien auch Fachleute für Software oder Vertrieb darunter. (bsc)