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Bericht: Apples erste 5G-iPhones ohne mmWave

Die superschnellen Frequenzbänder will der Konzern laut Branchenanalysten angeblich nicht vor 2021 unterstützen. Bei uns geht die Technik sowieso noch nicht.

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5G soll alles flotter machen – vielleicht.

(Bild: dpa, Christophe Gateau)

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Welche 5G-Varianten wird Apple ab Herbst in seinen neuen Smartphone-Modellen zum Einsatz kommen lassen? Bislang ist nur bekannt, dass der Konzern mit aller Kraft daran arbeitet, den neuen Mobilfunkstandard in "iPhone 12" und Co. zu implementieren – zunächst mit Hilfe des Chip-Lieferanten Qualcomm. Ob jedoch gleich das superschnelle mmWave-Verfahren unterstützt wird, ist bislang unklar.

Die Analysten von Susquehanna behaupten nun aber unter Berufung auf die Lieferkette des iPhone-Herstellers, dass "bestimmte 5G-Funktionen" den 2020er Geräten noch fehlen werden. Angeblich sind zunächst nur Sub-6-GHz-Modelle geplant. mmWave-iPhones kommen demnach erst 2021 – ob dann wiederum erst im Herbst oder früher, ist unklar. Die Verzögerung hänge damit zusammen, dass Apple plane, eigene Antenna-in-Package-Module bauen zu lassen, anstatt diese von Drittherstellern einzukaufen. Das führe dazu, dass anfangs nur Sub-6-GHz-Geräte bereitstünden. Neu wäre eine derartige langsame Vorgehensweise für Apple nicht – so kam etwa das erste iPhone 2007 noch nicht mit UMTS.

mmWave-5G erlaubt Geschwindigkeiten im Gigabit-Bereich (10 GBit/s in der Spitze) auf kurze Strecken mit einem entsprechend ausgebauten Angebot an Basisstationen – geplant ist dies etwa für Innenstädte. In Deutschland wird die Technik kaum vor 2021 einsatzbereit sein, erst Mai 2019 wurden die entsprechenden Bänder zwischen 24,25 und 27,5 GHz europaweit für Mobilfunktechnik freigegeben und eine Frequenzauktion steht noch aus. Aktuell gibt es erste Experimentalplattformen. In anderen Ländern wie den USA gab es an mmWave wiederum Kritik, weil womöglich Probleme mit Wettersatelliten drohen, die von Organisationen wie der Mobilfunkervereinigung GSMA allerdings vehement zurückgewiesen werden.

Susquehanna schreibt in seiner Analyse weiter, mmWave-5G-iPhones seien 2021 nur in kleineren Stückzahlen verfügbar. Die Sub-6-GHz-Geräte sollen hingegen 2020 bis zu 60 Millionen Verkäufe erreichen. Im Sommer hatte der renommierte Analyst Ming-Chi Kuo allerdings behauptet, die 2020er iPhones kämen mit Ausnahme von China mit mmWave-fähigen 5G-Chips, erwähnte die AiP-Thematik allerdings nicht. Mit Sub-6-GHz-5G können etwa in den USA Geschwindigkeiten im dreistelligen Megabit-Bereich erzielt werden.

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[Update 08.01.20 19:40 Uhr:] Angaben zur mmWave-Einführung präzisiert.

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(bsc)