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Bericht: Foxconn-Chef sieht schwache iPhone-Nachfrage für 2016

Der Auftragsfertiger hat sich einem Bericht zufolge auf rückläufige Apple-Aufträge eingestellt. Die Strategie des iPhone-Herstellers, immer mehr Farbvarianten anzubieten, mache Zulieferern zudem zu schaffen.

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(Bild: dpa, Peter Kneffel)

Apples großer Auftragsfertiger Foxconn richtet sich 2016 auf den ersten Rückgang bei den iPhone-Verkäufen ein: Foxconn-Chef Terry Gou hat Mitarbeiter nach Informationen der japanischen Wirtschaftszeitung Nikkei darüber informiert, dass die iPhone-Nachfrage im weiteren Verlauf des Jahres "schwach" bleibe – dies halte bis mindestens Anfang 2018 an. Foxconn hatte zuvor schon vor einer insgesamt rückläufigen Auftragslage im Gesamtjahr gewarnt.

Ein großer Zulieferer geht dem Bericht zufolge davon aus, dass die iPhone-Auslieferungen auf 210 bis 220 Millionen Stück zurückgehen und damit im Vergleich zu 2015 um rund 8 Prozent sinken. Auch das Marktforschungsunternehmen IDC hat rückläufige iPhone-Verkäufe prognostiziert: Die Analysten erwarten iPhone-Verkäufe in Höhe von 227 Millionen für das laufende Jahr, das wäre ein Rückgang um rund 2 Prozent. Im ersten Quartal 2016 waren die iPhone-Verkäufe nach Apples eigenen Zahlen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 16 Prozent zurückgegangen.

Apples Strategie, das iPhone inzwischen in vier verschiedenen Farbvarianten anzubieten, sorge bei Zulieferern für zusätzliche Kosten und logistische Probleme – dort stauen sich dadurch die Bestände, schreibt die Wirtschaftszeitung. Apples Auftragsmenge können sich zudem kurzfristig ändern, klagt ein Manager des Zulieferers Wintek gegenüber Nikkei. Der Konzern bestelle meist mehr als die Kapazitäten der Zulieferer hergeben, so der Manager. Solange die Nachfrage hoch ist, gehe dies gut, bei nachlassenden Verkäufen gebe es dann aber plötzliche Korrekturen, die die Firmen unter Druck setzen.

Die nächste, für September erwartete iPhone-Generation, wird Berichten zufolge erstmals das Gehäuse-Design der beiden Vorjahresmodelle iPhone 6 und iPhone 6s weitestgehend beibehalten. Der übliche sprunghafte Anstieg der Nachfrage im Herbst könne dadurch ausbleiben, fürchten Börsen-Analysten. (lbe)