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Mobile und Web-Suche: Google zahlt Apple geschätzte 9 Milliarden US-Dollar im Jahr

Einer Schätzung zufolge lässt sich der Internetriese die Platzierung als Hauptsuchmaschine in Safari immer mehr kosten. Die Summe soll weiter ansteigen.

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Google-Suche

Google-Suche auf einem iPad Mini 2.

(Bild: dpa, Lukas Schulze/Illustration)

Nach wie vor stellt Google die Default-Suchmaschine bei den Apple-Produkten: Der Browser Safari sucht standardmäßig auf iPhone, iPad, iPod touch und Mac im Index des Suchriesen aus Mountain View. Diese bevorzugte Platzierung lässt sich Google einiges kosten – schon im vergangenen Jahr wurde bekannt, dass der Konzern dafür drei Milliarden US-Dollar an Apple weiterreicht.

Google-Einnahmen ziehen mächtig an

Diese Summe soll sich nun erneut signifikant erhöht haben. Davon geht zumindest der Analyst Rod Hall vom Bankhaus Goldman Sachs aus. Seiner jüngsten Schätzung zufolge könnte Google für 2018 insgesamt 9 Milliarden Dollar zahlen. "Wir glauben, dass dieser Umsatz basierend auf der Anzahl der Suchanfragen generiert wird, die Nutzer auf Apple-Plattformen wie Siri oder Safari durchführen." Entsprechend könnten Googles Kosten im kommenden Jahr nochmals stark anziehen und auf 12 Milliarden Dollar steigen, erklärte Hall gegenüber dem Wirtschaftsblog BusinessInsider.

Apple sei für Google einer der größten Kanäle für neuen Traffic. Lohnenswert ist die Milliardenzahlung für Google laut Goldman Sachs durchaus. Die Summe mache einen "Bruchteil" der Einnahmen aus, die Google von iOS-Nutzern durch bezahlte Suchwerbung und andere Dienste generieren kann. Apple und Google sollen zuletzt im vergangenen Jahr neue Verträge aufgesetzt haben, die Beobachtern zufolge mit einer Erhöhung der Einnahmen für Apple einhergingen.

Mehr Geld in die Kasse dank iCloud und Co.

Weder Google noch Apple äußern sich zu den Zahlungen zwischen beiden Konzernen. Für Apple sind die Einnahmen durch den Suchriesen enorm lukrativ – laut BusinessInsider kommt hierbei mehr in die Kasse als über eigene Angebote wie iCloud oder Apple Music.

Apple-Chef Tim Cook hatte angekündigt, dass der Konzern sein Dienstegeschäft stark ausbauen möchte. Die Sparte soll zum neuen Umsatztreiber werden. Das führt bei Nutzern auch zu Kritik; Sie ärgert beispielsweise, dass sie hohe Monatskosten für Speicher haben, weil Apple nur 5 GByte Gratisplatz in iCloud bietet. (bsc)