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Bericht: Kunde beschädigt iMac Pro – Apple verweigert Reparatur

Ein Techniksender ist über Monate auf einem beim Zerlegen beschädigten iMac Pro sitzengeblieben: Der Hersteller verweigere die kostenpflichtige Reparatur des teuren Profi-Macs, dem autorisierten Service-Partner fehle die nötige Zertifizierung.

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iMac Pro

(Bild: Apple)

Apple verweigert unter Umständen die kostenpflichtige Durchführung von Reparaturen: Der Hersteller habe es abgelehnt, einen durch Eigenverschulden beschädigten iMac Pro instand zu setzen, berichtet der Techniksender Linus Tech Tips. Man habe dabei nicht etwa auf einen Garantiefall gepocht, sondern für die Reparatur zahlen wollen, dennoch wurde dies nach Prüfung des Gerätes in einem Apple Store abgelehnt.

Die erste Kontaktaufnahme mit dem Hersteller fand dem Bericht zufolge schon im Januar statt – der für Pro-Nutzer gedachte All-in-One-Mac sei nun im April aber immer noch unrepariert.

Umfang der Schäden am iMac Pro unklar

Der Apple-Support habe schließlich darauf verwiesen, dass ein autorisierter Händler die Reparatur durchführen könne. Ein von Linus Tech Tips kontaktierter Service-Partner des Konzerns konnte die nötigen Teile zwar bei Apple bestellen, durfte die Reparatur aber angeblich nicht durchführen, weil eine Pro-Zertifizierung fehle. Auch das Aushändigen der Ersatzteile an den Kunden sei nicht zulässig. Wie viele autorisierte Apple-Händler eine derartige Zertifizierung inzwischen haben, bleibt unklar – der iMac Pro ist erst seit einigen Monaten im Handel. Originalersatzteile stellt Apple für Endkunden nicht bereit.

Der Techniksender macht nicht ganz deutlich, wie umfassend die Beschädigungen an dem iMac Pro eigentlich sind, der für Aufnahmen geöffnet wurde. Das Video zeigt nur einen Sturzschaden am Display, vermutlich müssten aber weitere Komponenten getauscht werden – und dem iMac Pro wurden offensichtlich bestimmte Komponenten entnommen und später wieder eingebaut.

Apple behält sich vor, Reparaturen abzulehnen

Apple behält sich in den Vertragsbestimmungen für Reparaturen generell vor, auch kostenpflichtige Serviceleistungen außerhalb der Garantie abzulehnen.

“Originalprodukte, die aufgrund unbefugter Veränderungen nicht mehr funktionsfähig sind oder aufgrund einer katastrophalen Beschädigung ausgefallen sind, beispielsweise durch Zerlegen des Produkts in mehrere Teile, sind Beispiele für Produkte, die nicht für eine Serviceleistung außerhalb der Garantie qualifiziert sind”, betont der Hersteller in den Vertragsbestimmungen. Apple hat sich zu dem Fall bislang nicht konkret geäußert, eine Anfrage läuft.

iMac Pro: Keinerlei Aufrüstung durch Endnutzer vorgesehen

Käufer können den bis zu 15.500 Euro teuren iMac Pro nur bei der Bestellung durch Apple aufrüsten lassen. Ein nachträglicher Wechsel von Komponenten durch den Endnutzer ist nicht vorgesehen. Selbst der Arbeitsspeicher, den man beim günstigeren 5K-iMac einfach eigenhändig tauschen kann, ist beim iMac Pro nicht frei zugänglich – nur ein autorisierter Händler oder Apple selbst dürfen die Prozedur vornehmen.

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(lbe)