Menü

Bericht: MacBook-Pro-Akkutausch dauert weiter

Bis zu drei Wochen muss man auf seinen Rechner verzichten, wenn der von Apples Batterierückruf betroffen ist. Offenbar repariert der Konzern zentral.

Lesezeit: 1 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 2 Beiträge

Ältere 15-Zoll-Geräte sind betroffen.

Von

Apples aktuelle Reparaturaktion für Akkus bestimmter Notebooks kostet Kunden Geduld und Nerven. Die Rückrufkampagne, die aufgrund akuter Brandgefahren gestartet wurde, bedingt den Austausch des Batteriemoduls der Geräte. Dieser Vorgang scheint jedoch – offenbar aus Sicherheitsgründen – nicht in den Apple-Läden vor Ort erfolgen zu können, sondern wird in zentralen Reparaturbetrieben durchgeführt. Dies wiederum bedeutet, dass Nutzer zwischen zwei und drei Wochen auf abgegebene Geräte warten müssen.

Laut Informationen des französischen Apple-Magazins MacGeneration| erledigt ein Betrieb von Apples Fertiger Pegatron die Arbeit. Dieser hat seinen Sitz im tschechischen Ostrava. Die betroffenen MacBook-Pro-Modelle müssen das Werk auf dem Landweg erreichen, da Flüge mit brandgefährdeten Akkus nicht erlaubt sind – in den USA im Fall der Apple-Geräte seit kurzem auch nicht mehr durch Privatleute.

Der Meldung zufolge geht Apple bei der Reparatur zudem anders vor als üblich: Statt komplette Topcases inklusive Tastatur zu tauschen, wird offenbar wirklich nur der Akku angefasst. Dies wiederum bedingt dessen Demontage, was zeitaufwändig und mit gewissen Gefahren verbunden ist – sollte die Batterie punktiert werden, könnte sie Feuer fangen. Pegatron hat deshalb spezielle Prozesse entwickelt.

Apples Aktion betrifft 15-Zoll-Modelle, die "überwiegend" zwischen 2015 und 2017 verkauft worden waren. Ob der eigene Rechner zu Apple muss, lässt sich allerdings erst feststellen, nachdem die Seriennummer auf Apple.com eingetippt wurde – womöglich ist also nicht jede einzelne Maschine in Gefahr. Dennoch sollte man die Warnung des Herstellers ernstnehmen und eine Prüfung vornehmen. In den USA kam es zu zwei Dutzend Fällen von Überhitzung.

Insgesamt sollen von dem Programm mindestens eine halbe Million Maschinen betroffen sein. Allein diese Zahl bedingt Verzögerungen. Erkennen kann man von dem kostenlosen Austauschprogramm abdeckte Modelle auch an der Bezeichnung "MacBook Pro (Retina, 15", Mitte 2015)", die im "Über diesen Mac"-Dialog erscheint. (bsc)