Bericht: Neues Apple-Display mit 31,6 Zoll und Mini-LED-Technik in der Pipeline

Ein üblicherweise gut informierter Analyst glaubt, dass Apple wieder ins Profi-Bildschirmgeschäft einsteigt. Eine entsprechende Ankündigung gab es bereits.

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So sahen Apple-Displays dereinst aus.

(Bild: Apple)

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Apple wird wohl in absehbarer Zeit einen neuen Profi-Bildschirm auf den Markt bringen und dabei eine verbesserte Bildschirmtechnik einsetzen. Davon geht der bekannte taiwanische Analyst Ming-Chi Kuo aus, der über gute Kontakte in die Lieferkette des Konzerns verfügt. Demnach wird im zweiten oder dritten Quartal 2019 ein 31,6-Zoll großes Display des Konzerns erscheinen, das erstmals mit dem Mini-LED-Backlight-Verfahren ausgerüstet sein soll. Dieses scheint Apple gegenüber OLED zu bevorzugen, da hier keine Burn-In-Probleme zu erwarten sind – trotz Wide-Color-Gamut-Unterstützung, hohem Kontrast sowie HDR-Fähigkeit und lokalem Dimming.

Dem jüngsten Kuo-Bericht zufolge wird dieses Display das erste Mini-LED-Gerät von Apple sein, aber nicht das einzige bleiben. Später sollen ein 10 bis 12 Zoll großes iPad mit der Technik folgen sowie auch zwei MacBook-Modelle mit 15 und 17 Zoll. Diese Geräte erwartet der Analyst allerdings nicht vor 2020 beziehungsweise gar 2021. Zuvor hatte er auf eine frühere Bereitstellung von MacBooks mit größeren Displays getippt. Für die Mini-LED-iPads sieht er nun das vierte Quartal 2020 als erste Liefermöglichkeit, bei Mini-LED-MacBooks müssen wir uns wohl noch bis zum ersten oder gar zweiten Quartal 2021 gedulden.

Das neue 31,6-Zoll-Display, das wohl eine 6K-Auflösung bekommt, soll ein "komplett neues Design" aufweisen sowie einen High-End-Markt ansprechen – mit entsprechendem Preis. Es soll dem neuen, modularen Mac Pro beigestellt werden, auf den die Nutzer seit zwei Jahren warten. Dieser könnte zur WWDC im Juni präsentiert werden – womöglich gleich zusammen mit dem Bildschirm.

Die Backlight Unit (BLU) des neuen Apple-Displays verfügt laut Kuo über rund 500 LED-Chips mit einer Größe von 600 Mikrometern. Lieferant der LEDs sei das japanische Unternehmen Nichia, hieß es weiter. Bei einem 10 bis 12 Zoll großen iPad müsste Apple 10.000 Mini-LEDs verbauen, glaubt der Analyst. Diese würden von Epistar gefertigt. LCD-Panels liefert LG Display und die BLUs kommen angeblich von Radiant Opto-Electronics. Alle drei Firmen, also Epistar, LG Display und Radiant, bildeten auch die Lieferkette für ein MacBook mit Mini-LED-Technik. (bsc)