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Bericht: Porsche setzt auf CarPlay statt Android Auto wegen Datenschutzbedenken

Im Unterschied zum Mutterkonzern VW wird Porsche im neuen 911 angeblich nur die iPhone-Integration mit Apples CarPlay unterstützen, nicht aber Android Auto. Der Grund sei Googles Forderung nach umfangreichen Fahrzeugdaten.

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CarPlay integriert das iPhone in das Infotainmentsystem – hier im Ferrari

(Bild: dpa, Sandro Campardo)

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Der neue Porsche 911 setzt zur Smartphone-Integration nur auf Apples CarPlay. Der Sportwagenhersteller habe sich aus "ethischen Gründen" gegen eine zusätzliche Einbindung von Android Auto entschieden, berichtet Motor Trend. Der Mutterkonzern VW unterstützt – ebenso wie mehrere andere Hersteller – inzwischen beide Plattformen. Es gebe keinen technischen Grund dafür, dass das überarbeitete Infotainmentsystem des auf der IAA vorgestellten Modells 991/2 Android Auto nicht einbindet, schreibt das Auto-Magazin.

Als Teil der Vereinbarung mit Autokonzernen zur Integration von Android Auto verlangt Google angeblich das Sammeln und Übermitteln spezifischer Fahrzeugdaten unter anderem zu Geschwindigkeit, Kühlflüssigkeit, Öltemperatur und Drehzahl. Porsche halte diese Daten für ein Geschäftsgeheimnis und wolle sie deshalb nicht herausgeben, so Motor Trend. Im Unterschied dazu wolle Apple nur wissen, ob sich das Fahrzeug bei der Benutzung von CarPlay bewegt. Ein Kommentar von Porsche liegt bislang nicht vor.

Sowohl CarPlay als auch Android Auto bieten verschiedene, auf die Verwendung im Auto angelegte Funktionen, die das verbundene Smartphone bereitstellt, dazu zählt auch die Navigation mit Apple Maps respektive Google Maps. Google arbeitet bekanntlich selbst an einem autonomen Fahrzeug, auch Apple entwickelt offenbar ein Fahrzeug.

[Update 7.10.2015 12:20 Uhr] Google hat inzwischen gegenüber Motor Trend erklärt, der Konzern sammle einige der genannten Daten – beispielsweise die Temperatur der Kühlflüssigkeit – nicht. Eine vollständige Liste der von Android Auto erfassten Daten wollte Google offenbar nicht bereitstellen. Nach Angabe des Konzerns müssen Nutzer von Android Auto der Datenerfassung bei der ersten Verbindungsaufnahme in einem Opt-in-Verfahren zustimmen. Google verwende die Daten, um bestimmte Funktionen sicherheitshalber einzuschränken und Apps für den Autoeinsatz zu optimieren. (lbe)