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Bericht: Spotify wendet sich gegen Apples "App-Store-Steuer"

Der Streaming-Dienst sieht sich angeblich durch Apples 30-Prozent-Anteil bei Verkäufen über den App Store benachteiligt – dies verschaffe dem Konzern einen unfairen Wettbewerbsvorteil.

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Beats Music

(Bild: dpa, Daniel Naupold)

Spotify und andere Musikdienste sehen in Apples Umsatzbeteiligung an App-Store-Verkäufen eine Benachteiligung der Wettbewerber, wie The Verge unter Berufung auf informierte Personen berichtet. Für digitale Verkäufe in iOS-Apps kassiert Apple stets einen Anteil in Höhe von 30 Prozent – Musikdienste müssten ihr üblicherweise für 10 Dollar pro Monat angebotenes Abonnement deshalb um rund 30 Prozent erhöhen, um denselben Umsatz zu erzielen. Im Unterschied dazu könne Apple selbst den aufgekauften Streaming-Dienst Beats Music problemlos für 10 Dollar im Monat verkaufen.

Apples Regeln für App-Anbieter untersagen zudem, in einer App mit einen Link auf eine externe Kaufmöglichkeit zu verweisen – beispielsweise auf die Webseite des Anbieters, bei der sich das Abo direkt abschließen ließe. Ursprünglich hatte der Konzern sogar vorgegeben, dass Inhalte in der iOS-App immer zum "gleichen oder niedrigeren Preis" angeboten werden muss wie extern – diesen stark kritisierten Zusatz strich Apple aber Mitte 2011 aus den App-Store-Regeln.

Neben der EU-Kommission und dem US-Justizministerium untersucht einem Bericht der Finanznachrichtenagentur Bloomberg zufolge nun auch die US-Handelsaufsicht Apples Praktiken rund um den erwarteten Großeinstieg in das Geschäft mit Musik-Streaming. Apple nutze seine Marktmacht, um die Labels davon abzubringen, weiterhin Gratis-Angebote bei Streaming-Diensten wie Spotify anzubieten. Der iPhone-Hersteller plädiert offenbar für eine grundsätzliche Paywall bei Musik-Diensten. (lbe)