Bericht: iPhone-X-Nachfolger soll billiger werden

Apples Produktionskosten beim "iPhone X 2" könnten deutlich sinken, wie es aus der asiatischen Lieferkette des Konzerns heißt. Ob die Ersparnis an die Kunden weitergegeben wird, ist aber noch unklar.

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iPhone X mal zwei

Die aktuell verfügbaren zwei Farbvarianten des iPhone X. Bei Apple zahlt man mindestens 1150 Euro ohne Vertrag.

(Bild: Apple)

Von
  • Ben Schwan

Aktuell muss man für das iPhone X bei Apple selbst bis zu 1320 Euro zahlen – der Straßenpreis ist etwas geringer. Als Hauptgrund für den hohen Preis gelten – neben Apples typischerweise satter Marge – vor allem die signifikanten Produktionskosten für das erste OLED-Handy des Konzerns.

Diese sollen bei der nächsten Generation des 5,8-Zoll-Geräts – in der Gerüchteküche aktuell "iPhone X 2" genannt – deutlich geringer ausfallen, wie das Branchenblatt DigiTimes aus Taiwan nun berichtet. Demnach wird sich die Manufacturing Bill of Materials (MBOM), also der Preis der Komponenten, um mehr als 10 Prozent reduzieren. Neben dem teuren OLED-Display verbaut Apple unter anderem ein komplexes 3D-Kameramodul für die Face-ID-Gesichtserkennung.

Aktuell soll die MBOM noch bei 400 US-Dollar liegen. Hinzu kommen die Produktionskosten. Ob Apple die Preisreduktion an die Endkunden weitergibt, ist noch unklar. Aktuell wird erwartet, dass der Konzern im Herbst drei neue iPhone-Modelle vorstellen wird. Einen direkten Nachfolger des iPhone X ("iPhone X 2"), ein iPhone X mit 6,4 Zoll Bildschirm ("iPhone X Plus") sowie ein erstes LCD-Modell mit einem nahezu randlosen Bildschirm, wie man ihn vom iPhone X kennt – letzteres hat angeblich eine Display-Diagonale von 6,1 Zoll.

Laut der DigiTimes-Analyse könnte der iPhone-X-Nachfolger das günstigste Modell im 2018er iPhone-Lineup werden, falls Apple sich wie üblicherweise an der Gerätegröße orientiert. Aktuelle Prototypen kommen angeblich mit weniger RAM-Ausstattung als die 6,1-Zoll-LCD-Variante des neuen iPhone. Apple profitiert beim Komponentenpreis unter anderem davon, dass der aktuell einzige OLED-Produzent für das iPhone, Samsung, mit höheren Verkäufen gerechnet hat.

Apple hat bislang vom hohen Preis des iPhone X deutlich profitieren können – zumindest im Weihnachtsquartal 2017. Der Einstiegspreis von mindestens 1150 Euro sorgte dafür, dass Apple trotz leicht reduzierter Verkäufe dennoch mehr Umsatz und Gewinn einfuhr. Wie sich das iPhone X aktuell verkauft, ist unklar – es gibt aber mehrere Berichte, laut denen es weniger gut läuft als erwünscht. (bsc)