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Bericht: watchOS-App-Angebot könnte weiter schrumpfen

Apple plant mit watchOS 5 offenbar, Apps zu verbieten, die noch das SDK aus watchOS 1 verwenden. Entsprechende Warnungen erscheinen bereits in der Beta von watchOS 4.3.1.

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watchOS-Warndialoge.

(Bild: Screenshot via 9to5Mac)

Das Angebot an Anwendungen für die Apple Watch könnte sich im Herbst erneut verringern. Dann plant Apple das vermutlich Release von watchOS 5 – und mit diesem scheint die Kompatibilität zu Apps, die noch auf dem watchOS-1-SDK basieren, zu verschwinden. Einen entsprechenden Hinweis haben Betatester der aktuellen watchOS-Vorabversion 4.3.1 entdeckt.

Startet man unter dieser eine ältere App, die noch das watchOS-1.0-SDK verwendet, erscheint der Hinweis, dass die Anwendung "in kommenden Versionen von watchOS" nicht mehr funktionieren werde. "Der Entwickler dieser App muss sie aktualisieren, um die Kompatibilität zu verbessern", heißt es auf dem vollflächig angezeigten Warnbildschirm. Die Information erinnert an Apple-Maßnahmen bei seinen anderen Betriebssystemen. So wurden User etwa unter iOS 10 gewarnt, dass 32-Bit-Apps künftig nicht mehr auf iPhone und iPad laufen – und dies hat der Konzern mit iOS 11 dann auch so umgesetzt.

Aktuell laufen die alten Apps unter watchOS 4.3.1 Beta noch weiter – es reicht, wenn der User den Hinweis mit "OK" quittiert. Entsprechend hat Apple die Kompatibilität zum watchOS-1-SDK intern auch noch nicht gestrichen, was mit watchOS 5 aber der Fall sein dürfte. Ein konkretes Datum hat Apple bislang noch nicht kommuniziert.

Dass Apple hier die Daumenschrauben anziehen würde, ist Entwicklern allerdings schon bekannt. So ist es seit dem 1. April nicht mehr erlaubt, Updates für Anwendungen einzureichen, die noch das alte SDK nutzen – seither muss es mindestens das watchOS-2-SDK sein. Dies führte unter anderem dazu, dass mancher Entwickler seine App einfach einstellte. Darunter waren auch bekannte Anbieter wie die Facebook-Tochter Instagram.

Schon zuvor waren bekannte watchOS-Anwendungen wie die von eBay oder Amazon von der Uhr verschwunden. Entwickler kritisieren schon seit längerem, dass Apple nur "Baby-Apps" auf der Watch erlaube, deren technische Möglichkeiten deutlich unter dem liegen, was etwa bei iOS umsetzbar ist. (bsc)