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Berichte über iPhone-Produktionskürzung: Apple-Aktie weiter unter Druck

Die Talfahrt der Anteilsscheine des Konzerns aus Cupertino setzt sich fort. Die schwierigen Wirtschaftslage in China gibt Gerüchten neue Nahrung.

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Ein iPhone 6s Plus.

(Bild: dpa, Axel Heimken/dpa)

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Spekulationen über eine Abschwächung der iPhone-Verkäufe setzen die Aktie von Apple weiter unter Druck. Nach einem Minus von 2,5 Prozent am Dienstag büßte das Papier auch im frühen US-Handel am Mittwoch rund ein Prozent ein, aktuell sind die Anteilsscheine mit 1,96 Prozent im Minus – in Deutschland, wo die Märkte bereits offen sind, mit über 4,8 Prozent.

Das Wall Street Journal berichtete, chinesische iPhone-Fabriken seien in den beiden letzten Monaten vergangenen Jahres nicht mit voller Auslastung gelaufen. Üblicherweise werde in dieser Zeit im Weihnachtsgeschäft noch unter Hochdruck produziert.

Zuvor hatte die japanische Wirtschaftszeitung Nikkei geschrieben, Apple habe bei Zulieferern Bestellungen für die Modelle iPhone 6s und 6s Plus um 30 Prozent reduziert. Die ersten drei Monate sind allerdings traditionell die Zeit, in der jedes Jahr der iPhone-Absatz nach dem Weihnachtsgeschäft sinkt.

Schätzungen zu iPhone-Verkäufen auf Basis von Informationen aus der Zuliefererkette hatten sich in der Vergangenheit zudem auch schon als nicht besonders verlässlich herausgestellt. Apple schichtet die Aufträge zum Teil einfach um. Konzernchef Tim Cook warnte Marktbeobachter in der Vergangenheit davor, aus Gerüchten aus der Lieferkette auf Apples Geschäfte zu schließen.

Diesmal allerdings berichtete das Wall Street Journal auch, eine chinesische Stadt habe dem Auftragsfertiger Foxconn Unterstützung in Höhe von zwölf Millionen Dollar zugesagt, damit er weniger Mitarbeiter entlasse. Foxconn passt die Belegschaft flexibel an die Auftragslage an.

Bei iPhone-Verkäufen gibt es ein traditionelles Muster. Nach dem schwachen Jahresbeginn steigt der Absatz im Jahresvergleich etwas und springt mit der Einführung neuer Modelle im Herbst hoch. Zugleich hängt die Entwicklung aber auch vom Start-Zeitpunkt der Geräten in China ab. Apple gab auf Anfrage der Finanznachrichtenagentur Bloomberg keinen Kommentar zu den Informationen ab.

Branchenanalysten diskutieren derzeit darüber, wie sich die iPhone-Verkäufe entwickeln werden. Der Konzern fuhr bisher sehr gut mit der Strategie, die Geräte teuer zu verkaufen. Das bremste die Entwicklung der Marktanteile, aber garantierte die Milliarden-Gewinne. Zugleich rechnen einige Experten wie Morgan-Stanley-Analystin Katy Huberty damit, dass die iPhone-Verkäufe 2016 im Jahresvergleich sinken könnten.

Apple verweist darauf, dass viele Kunden noch nicht auf die 6er-Modelle umgestiegen sind. Zugleich hängt der Konzern inzwischen sehr stark vom chinesischen Markt ab, der nach schwächerem Wirtschaftswachstum in Turbulenzen ist. (mit Material von dpa) / (bsc)