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Billiger Akkutausch kostet Apple iPhone-Umsätze

Konzernchef Cook hatte bereits mitgeteilt, dass der kundenfreundliche Batteriesonderverkauf stark angenommen wurde. Nun sind Zahlen durchgesickert.

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iPhone-SE-Akkutausch

Einbau eines neuen Akkus, hier beim iPhone SE.

(Bild: iFixIt)

Nach dem Kundenaufschrei um per Software leistungsmäßig gedrosselte iPhones mit alter Batterie hatte Apple ab Anfang 2018 ein Sonderprogramm aufgelegt, über das man für nur 29 Euro einen neuen Akku für sein Smartphone erhielt. CEO Tim Cook hatte bereits mitgeteilt, das die Kampagne von den Nutzern gut angenommen wurde – und Apple wohl auch Upgrade-Umsätze gekostet hat.

Nun ist erstmals durchsickert, wie stark der Batteriesonderverkauf tatsächlich lief. Apple-Blogger John Gruber, in Cupertino gut vernetzt, berichtet, dass Apple 2018 insgesamt 11 Millionen Batterien tauschte. Dies habe Cook selbst bei einem "All-hands"-Treffen der Apple-Mitarbeiter am 3. Januar mitgeteilt. Üblich seien in normalen Jahren ein bis zwei Millionen Tauschvorgänge.

Apple hatte Anfang Januar eine überraschende Umsatzwarnung herausgegeben. Der iPhone-Hersteller senkt die Umsatzprognose für die vergangenen drei Monate darin auf 84 Milliarden US-Dollar, während zuvor 89 bis 93 Milliarden erwartet worden waren. Die Korrektur gehe vor allem auf die schlechteren iPhone-Verkäufe in China zurück, so Cook. Apple habe die allgemeine wirtschaftliche Abschwächung in dem Land und ihre Folgen "unterschätzt".

Weiterhin seien aber auch iPhone-Upgrades in anderen Ländern geringer ausgefallen als erwartet. Hierfür machte Cook neben verringerten Subventionen durch die Mobilfunkanbieter auch das Akkutauschprogramm verantwortlich. Mit einer neuen Batterie greift die von Apple implementierte Leistungsdrossel bei Lastspitzen, die bei Geräten mit alten Akkus griff, nicht mehr; mit iOS 11.3 wurde es zudem möglich, diese auf Wunsch abzuschalten, sollte sie aktiv sein (mit der Gefahr, dass das iPhone sich abrupt abschaltet).

Es ist unklar, warum Apple nicht schon vor Ende Dezember abschätzen konnte, dass das Akkutauschprogramm die iPhone-Verkäufe derart belastet. Gruber schätzt, dass dem Konzern dies erst mit Veröffentlichung von iPhone XR und iPhone XS wirklich klar wurde. Die "paar Millionen zusätzlichen iPhone-Nutzer", die nun wieder zufrieden mit der Leistung ihres alten iPhones gewesen seien, ohne sich ein neues iPhone zu gönnen, hätten Apples Umsatz beschädigt.

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(bsc)