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Binäre Optionen: Apple untersagt Trading – und wirft Apps raus

Apple hat mehrere Hundert iPhone-Programme aus dem App Store entfernt, die den Handel mit binären Optionen ermöglichen. Derartige Trading-Apps untersagt der Konzern inzwischen in den Zulassungsrichtlinien generell.

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Binäre Optionen: Apple untersagt Trading – und wirft Apps raus

iPhone-App zum Handel von binären Optionen.

(Bild: Entwickler)

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Apps zum schnell riskanten Handel von binären Optionen sind bei Apple nicht länger zulässig: Der iPhone-Hersteller hat nach einem Hinweis der australischen Finanzaufsichtsbehörde über 330 Apps aus seinem Angebot entfernt, die von unregulierten Einzelhändlern oder Unternehmen angeboten wurden, wie die Australian Securities and Investments Commission (ASIC) in einer Mitteilung bekanntgab – auch Google habe die bemängelte Software aus dem Play Store für Android-Geräte gestrichen.

Apple verweist für binäre Optionen auf Web-Apps

Apple erlaubt Trading-Apps für binäre Optionen inzwischen überhaupt nicht mehr für iPhone und iPad, merkt die Finanzaufsicht an. Das Unternehmen hat die App-Store-Zulassungsrichtlinien schon im Juni entsprechend angepasst und schlägt Anbietern vor, doch “stattdessen eine Web-App in Betracht zu ziehen”. Derzeit sind weiterhin Apps zum Handel von binären Optionen in Apples App-Laden zu finden, ob diese ebenfalls rausgeworfen werden, bleibt vorerst offen.

Viele dieser Trading-Apps enthalten irreführende Aussagen über angebliche Gewinnchance innerhalb von sehr kurzer Zeit beim Handel mit binären Optionen, die das Setzen auf auf deutliche Kurssteigerungen oder den Kurssturz etwa von bestimmten Aktien ermöglichen, so die ASIC. 80 Prozent der bemängelten Apps hätten auf die Risiken gar nicht erst hingewiesen.

Geldwetten-Apps zulässig – unter bestimmten Bedingungen

Manche der Apps mit Informationen über den Handel mit binären Optionen hätte zudem Nutzerdaten gesammelt, um diesen dann etwa telefonisch zu kontaktieren. Bei den rausgeworfenen Apps sei es auch dazu gekommen, dass Nutzer im Demomodus Gewinne eingestrichen haben, bei Live-Handel dann aber sofort Verluste verzeichnen mussten, schreibt die Finanzaufsichtsbehörde unter Verweis auf App-Rezensionen.

Lotterie und Geldwetten-Apps sind bei Apple bislang grundsätzlich zulässig, solange eine erforderliche Lizenz und Erlaubnis für die Regionen besteht, in denen diese angeboten werden. Solche Apps müssen zudem Gratis zum Download bereitstehen, betont das Unternehmen in den App-Regeln. (lbe)