Blackmagic stellt Profi-eGPU für Apple-Rechner ein

Die externe All-in-One-Grafikeinheit wird nicht länger angeboten. Der Grund hat allerdings nichts mit Blackmagic zu tun – und auch nicht mit Apple.

Lesezeit: 1 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 1 Beitrag

Bildschirm, Mac mini, Blackmagic eGPU Pro.

(Bild: Apple / Blackmagic)

Von
  • Ben Schwan

Wer seinen Thunderbolt-3-Mac mit mehr Grafikpower ausrüsten möchte – sei es etwa ein Mac mini oder ein MacBook Pro oder Air –, kann dies mit den eGPU-Geräten von Blackmagic recht einfach erledigen. Sie sind komplett vorkonfiguriert und spezifisch für Apple-Hardware entwickelt. Allerdings wird nun eines der zwei Modelle eingestellt – und das andere ist kaum mehr zu kriegen. Ersteres hat Blackmagic gegenüber US-Medien bestätigt, zweiteres ergibt sich aus dem Blick in den Apple Online Store, wo die Geräte offiziell in Deutschland angeboten werden.

Demnächst offiziell abgekündigt ist die Blackmagic eGPU Pro. Sie hat einen Radeon-RX-Vega-56-Grafikchip von AMD verbaut. Das Problem: AMD selbst wird diesen künftig nicht mehr ausliefern, weshalb Blackmagic ihn nicht mehr verbauen kann. In den Vereinigten Staaten hat Apple die Blackmagic eGPU Pro bereits aus seinem Sortiment genommen, hierzulande kann man sie aktuell noch erwerben. Allerdings hat Apple am sündhaft teuren Preis von 1360 Euro trotz der Abkündigung nichts geändert – da greifen vermutlich nur Liebhaber zu.

Weiterhin verfügbar sein soll hingegne die Standard-Variante der Blackmagic eGPU. Sie enthält den weiterhin verfügbaren Grafikchip Radeon Pro 580 von AMD. Hier gibt es jedoch ein anderes Problem: Im Apple Online Store ist in Deutschland derzeit keine Verfügbarkeit gelistet, wohingegen in Amerika bis zu drei Monate Wartezeit angesagt ist. Der Preis liegt hierzulande von 700 Euro.

Die beiden eGPUs erschienen erstmals 2018, als Apple neue MacBook-Air- und Mac-mini-Modelle mit Thunderbolt 3 vorgestellt hatte. Es ist unklar, ob Blackmagic plant, beide externe Grafikeinheiten mit neuen Chips zu versorgen und dann neu herauszubringen. Alternativ erscheint es jedoch sinnvoller, sich seine eGPU selbst zu bauen – also Gehäuse und Grafikkarte einzeln zu erwerben. Dies ist zwar mit etwas Bastelarbeit verbunden, spart jedoch jede Menge Geld.

Einen Test der Blackmagic eGPU Pro lesen Sie in Heft 2/2020 von Mac & i. Das konkurriende Gerät von Razer haben wir ebenfalls getestet. Einen eGPU-Überblick finden Sie hier.

(bsc)