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Bosch will nicht bei HomeKit mitmachen

Der Elektrokonzern will künftig stark ins Smart-Home-Geschäft einsteigen, erteilt Apple aber eine Abfuhr.

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(Bild: dpa, Inga Kjer/Archiv)

Der deutsche Konzern Bosch hat nicht vor, mit seiner gerade groß auf der IFA vorgestellten hauseigenen Smart-Home-Plattform die Apple-Technik HomeKit zu unterstützen. Stattdessen will sich das Unternehmen andere Partner suchen, hieß es.

Der HomeKit-Plattform des iPhone-Herstellers, die Hardware verschiedener Anbieter unter iOS und tvOS auch über die Sprachassistentin Siri steuerbar machen soll, werde man fernbleiben, sagte der Chef von Bosch Smart Home, Peter Schnaebele. "Sobald man seine Geräte mit HomeKit-kompatibel macht, muss man einen Großteil der Daten an Apple weitergeben", sagte er.

Zudem stelle Apple diverse zusätzliche Anforderungen – so müsse ein spezielles Chip-Modell in den Geräten verbaut werden. "Für diesen Schritt haben wir keine Notwendigkeit gesehen", sagte der Bosch-Manager. Apple erklärt, die Chips seien unter anderem wichtig für die verschlüsselte Kommunikation zwischen Geräten, damit keine Daten abgefangen werden.

Anderen Unternehmen ist Bosch dagegen eher wohlgesonnen. Bosch prüfe eine Kooperation mit Amazon zur Einbindung seiner Haustechnik ins "Echo"-System, sagte Schnaebele. Eine Entscheidung hänge aber unter anderem von den Konditionen beim Umgang mit Daten ab. Bei Googles angekündigtem "Echo"-Konkurrenten "Home" werde man ebenfalls eine Einbindung in Erwägung ziehen, sobald es Details dazu gebe.

Auf der IFA in Berlin zeigte Bosch unter anderem eine vernetzte 360-Grad-Sicherheitskamera fürs Zuhause, eine Außenkamera und einen Rauchmelder mit Luftgütesensor, der auf Befehl des Bewegungsmelders Eindringslingsalarm schlägt. (mit Material von dpa) / (bsc)