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Britischer Regulierer: Werbung mit Studioqualität der iPhone-X-Kamera "nicht irreführend"

Die Werbeaufsicht musste entscheiden, ob Apples Reklame für den Porträtmodus des teuren Top-Smartphones betrügerisch ist – dem sei nicht so.

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Britscher Regulierer: Kamera des iPhone X hat "Studioqualität"

Porträtmodus auf dem iPhone X.

(Bild: Apple)

Apple bewirbt sein iPhone X unter anderem mit der Aussage, die Kamera ermögliche "Porträtaufnahmen in Studioqualität". Daraufhin erhielt die britsche Reklameaufsicht, die Advertising Standards Authority (ASA), zwei Beschwerden von Fernsehzuschauern, die angaben, nicht zu glauben, dass ein Telefon in der Lage sei, solche Bilder zu liefern. Apple verstoße gegen Werberegeln, laut denen unter anderem "irreführende Werbung", "Übertreibung" und Falschaussagen im Werbe-TV verboten sind. Die ASA kommt nun allerdings zu einem anderen Schluss.

Wie es in der Entscheidung des Gremiums heißt, die am Wochenende bekannt wurde, werden Kunden mit dem Apple-Spot nicht in die Irre geführt. Diese würden aus der Aussage "Porträts in Studioqualität" nur schließen, dass das iPhone Lichteffekte beherrsche, die dem Nutzer erlauben, Porträtfotos im Studio nachzuahmen.

Zudem enthalte die Kamera im iPhone X ein Linsensystem, wie man es aus der Studiofotografie kenne. Weiterhin habe Apple die Bilder in der Reklame mit dem iPhone X aufgenommen. Zwar kann das Gerät laut ASA nicht alle Efekte, Techniken und Werkzeuge aus der Studiofotografie liefern, in der Werbung gehe es aber vor allem um die Lichteffekte, die mit dem Gerät auch demonstriert wurden. "Aus diesen Gründen ist die Anzeige nicht irreführend."

Apple selbst hatte gegenüber der ASA angegeben, dass es keine industrieweite Standarddefinition dafür gebe, was "Porträts in Studioqualität" denn wirklich sind. "Die Bilder in der Werbung sind eine faire Repräsentation der Möglichkeiten der Kamera", so der Konzern.

In der Vergangenheit war es Apple nicht immer gelungen, mit seiner Reklame bei der ASA durchzukommen. So versuchte der Konzern, das iPhone mit der Aussage zu bewerben, es beherrsche "alle Teile des Internet". Dieser Spot wurde verboten, da ein Android-Nutzer die ASA darauf aufmerksam machte, dass das Gerät weder Flash-Inhalte noch Java nutzen kann.

(bsc)