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Carnegie Library: Apple eröffnet Riesenladen in Washington, D.C.

30 Millionen US-Dollar hat der iPhone-Konzern in die Renovierung des Beaux-Arts-Gebäudes in der US-amerikanischen Hauptstadt gesteckt – obwohl es gemietet ist.

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Der neue Store dürfte das aufwendigste Renovierungsprojekt sein, das Apple je in Angriff genommen hat.

(Bild: Apple)

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Die über mehrere Jahre leerstehende Carnegie Library in Washington, D.C., ist nun ein Apple-Laden. Das 1903 erbaute Beaux-Arts-Gebäude am Mount Vernon Square war ursprünglich die Zentralbibliothek der Stadt, wurde dann geschlossen und zum Uni-Gebäude. 1999 zog die Historical Society of Washington, D.C., ein, dann gab es mehrere Versuche, den Bau als Museum weiterzuverwenden. 2016 schlug schließlich Apple vor, aus ihm ein Ladengeschäft zu machen.

Laut Angaben von Konzernchef Tim Cook hat die Renovierung nun über 30 Millionen US-Dollar gekostet. Dabei mietet Apple das 116 Jahre alte Gebäude nur – und zahlt immerhin noch 700.000 Dollar im Jahr Miete, der Vertrag wurde auf 10 Jahre geschlossen. "Dies ist Apples bisher umfangreichstes historisches Restaurierungsprojekt" – und zwar weltweit, so der Konzern stolz in einer Presseaussendung. Es dürfte auch der Versuch sein, in der US-Hauptstadt stärker Fuß zu fassen – Lobbyarbeit wird für den Konzern immer wichtiger. Im Gebäude erhalten bleibt das DC History Center, zu dem die Kiplinger Research Library, drei Galerien und ein Museumsshop gehören.

Von den 30 Millionen Dollar Renovierungsausgaben gingen 7 Millionen in die Auffrischung der Fassade, 300.000 Dollar wurden allein in die Treppenanlage gesteckt, weitere 2 Millionen für den Landschaftsbau und die Aufarbeitung des Grundstücks verwendet. "Foster + Partners arbeitete eng mit Apples Chief Design Officer Jony Ive zusammen, um dieser Kulturikone ein neues Leben einzuhauchen", so Apple. Foster + Partners ist das Architekturbüro des bekannten britischen Architekten Norman Foster, der auch für Apples neues Hauptquartier Apple Park verantwortlich zeichnete.

Der Apple Store Carnegie Library soll über 220 Mitarbeiter haben und, wie bei Apple mittlerweile üblich, vor allem auch als Veranstaltungsort dienen. So sind sechs Wochen lang zur Eröffnung im Rahmen eines "StoryMaker"-Festivals Sessions mit 40 Künstlern geplant. "Egal, ob Kunden kommen, um neue Produkte zu entdecken, einen unserer Genius-Mitarbeiter zu treffen oder ihre Kreativität in einer "Today at Apple"-Session zu entfalten, die Apple Carnegie Library ist ein Ort für jeden", so Deirdre O'Brien, Apples neue Retail-Chefin. In Deutschland wartet man indes derzeit darauf, das weitere Geschäfte des Konzerns eröffnen – der einzige in Berlin beispielsweise ist ständig überlaufen.

Apple Store Carnegie Library (7 Bilder)

(Bild: Apple)

(bsc)