China: iPhone-Marktanteil sinkt deutlich

Nach Samsungs Galaxy-Note-7-Debakel gewinnen eher chinesische Hersteller als Apple, so aktuelle Zahlen von Gartner.

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Apples iPhone 7.

(Bild: Apple)

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In Apples wichtigem iPhone-Markt China muss das Unternehmen einen Marktanteilsrückgang hinnehmen. Laut Zahlen des IT-Marktforschers Garnter konnte der Konzern offenbar nicht von Samsungs Galaxy-Note-7-Problemen profitieren. Das Geschäft ging demnach um satte 31 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zurück. Das iPhone 7 hat demnach Schwierigkeiten, Neugeschäft zu stimulieren.

Weltweit soll Apple laut Garner nun einen Marktanteil von 11,5 Prozent haben, das wäre der geringste Marktanteil seit dem ersten Quartal 2009. In den USA sei das Geschäft um 8,5 Prozent zurückgegangen.

Insgesamt steigerten im vergangenen Quartal vor allem die international kaum bekannten Anbieter günstiger Modelle Oppo und BBK die Verkäufe – beide aus China. So sei BBK jetzt nach einer Absatzverdoppelung auf knapp 20 Millionen Smartphones die Nummer fünf in der Welt mit einem Marktanteil von 5,3 Prozent. Oppo steht auf dem vierten Rang mit einer Verdoppelung des Marktanteils auf 6,7 Prozent.

Diese Unternehmen verkaufen ihre Geräte bisher nur im Heimatmarkt beziehungsweise über Importeure. Einige von ihnen dürften auch eine internationale Expansion versuchen, das werde jedoch kein einfaches Unterfangen, sagte Gartner-Analystin Roberta Cozza. "Sie werden Inhalte- und Service-Angebote brauchen, um sich von anderen abzuheben." Andere chinesische Anbieter wie Huawei, derzeit die Nummer drei in der Welt mit einem Marktanteil von 8,7 Prozent, sind bereits international aktiv.

Samsung ist nach wie vor der größte Smartphone-Anbieter der Welt, der Marktanteil rutschte im vergangenen Quartal aber binnen eines Jahres von 23,6 auf 19,2 Prozent ab. "Wir sehen darin zwar auch einen Effekt des Debakels mit Akku-Bränden beim Galaxy Note 7, aber vor allem ist es eine Folge des Drucks durch chinesische Wettbewerber", sagte Cozza. (mit Material von dpa) / (bsc)