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"China-iPhone" als Lösung für Apples Umsatzprobleme

Bislang baut der Konzern seine Smartphones weltweit gleich. Anpassungen an den schrumpfenden Markt im Reich der Mitte könnten hilfreich sein, meinen Beobachter.

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iPhone XR

Apples aktuelle iPhone-Generation: XS Max, XR, XS.

(Bild: Apple)

Apples iPhone-Einnahmen schrumpfen – und schuld soll vor allem China sein. Um im Reich der Mitte wieder erfolgreicher zu werden, könnte der Konzern künftig gezwungen sein, eigene Smartphone-Modelle für diesen Markt zu konzipieren. Das empfehlen zumindest einige frühere Apple-Mitarbeiter sowie Analysten, mit denen das US-Wirtschaftsblatt Wall Street Journal in dieser Woche gesprochen hat.

Aktuell werden iPhone XS, XS Max und XR auch in China so verkauft, wie in Europa oder den USA. Einziger technischer Unterschied ist die Tatsache, dass für diesen Markt zwei SIM-Kartenslots bei den Geräten verbaut werden, wohingegen man etwa hierzulande für den Dual-SIM-Betrieb auf die Verwendung von eSIMs angewiesen ist; es gibt nur einen physischen Port für Karten.

Die Forderung der Marktbeobachter für ein "China-iPhone" gehen jedoch deutlich weiter. Der "One-size-fits-all"-Marketingansatz funktioniere für Apple-Produkte in dem Markt nicht mehr. Stattdessen müsse eine stärkere Differenzierung her. Apple "passt sich nicht schnell genug an", meint etwa ein ehemaliger Retail-Manager bei Apple, der im asiatischen Markt tätig war. Apps und Systeme müssen spezifisch für China angepasst werden, meint er. "Ohne nahtlose Integration [bei Apple] bleiben die chinesischen Hersteller vorne."

Denkbar wäre etwa, das Apple spezielle iPhone-Modelle mit günstigeren Komponenten in China anbietet – und damit zu einer "normaleren" Firma in dem Markt wird. Konkurrenten wie Xiaomi oder Huawei und auch Samsung bieten Smartphones für nahezu jedes Preisniveau an. Ein iPhone ist hingegen stets ein iPhone – was Apple auch als Werbeargument verwendet. Auch die Anzahl der Produkte der Konkurrenz ist wesentlich größer als bei Apple – auch wenn der Konzern im Jahr 2018 gleich drei neue iPhones auf den Markt gebracht hatte. Als Problem gilt Beobachtern auch, dass Apple noch zu wenig auf den Input seiner Mitarbeiter zu hören scheint, die den chinesischen Markt zu kennen glauben.

Veronica Wu, die im Sales-Bereich in China für Apple tätig war und nun im Risikokapitalsektor arbeitet, meint, sie habe Apple gesagt, "was die Kunden wollen". Das Unternehmen sei aber eine "Black Box" und man wisse nie, was später umgesetzt werde. So soll es bereits 2012 Forderungen gegeben haben, dass Apple seinen Geräten Dual-SIM-Fähigkeiten verpasst, weil diese in China stark nachgefragt sind.

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(bsc)