Menü
Mac & i

China: iPhone ist Bedrohung für die nationale Sicherheit

Das chinesische Staatsfernsehen macht erneut Front gegen Apple: Die iPhone-Funktion, die häufige besuchte Orte aufzeichnet, könne sogar Einblick in Staatsgeheimnisse preisgeben.

Von
vorlesen Drucken Kommentare lesen 100 Beiträge

Die iOS-Funktion merkt sich häufig besuchte Orte

Das chinesische Staatsfernsehen CCTV hat Apples iPhone am Freitag als Risiko für die nationale Sicherheit bezeichnet, wie das Wall Street Journal berichtet. In einer Sendung kritisierte CCTV insbesondere eine Funktion in iOS 7, die häufig besuchte Orte aufzeichnet – wer darauf Zugriff erhalte, könne viel über die Situation in China erfahren und "selbst Staatsgeheimnisse" in Erfahrung bringen.

Die Datenbanken von US-Firmen seien eine "Goldmine", erklärte CCTV unter Verweis auf die NSA-Affäre. Apple trage die "juristische Verantwortung", wenn ein Datenleck Schaden verursache, betonten Funktionäre gegenüber dem Sender – und forderten dem Bericht der Wirtschaftszeitung zufolge strengere chinesische Datenschutzgesetze. Das Staatsfernsehen hatte jüngst auch Windows 8 als Sicherheitsrisiko bezeichnet.

Ob die chinesische Regierung konkrete Schritte gegen US-IT-Unternehmen plant, bleibt unklar. CCTV hatte im vergangenen Jahr eine Kampagne gegen Apple losgetreten, die die Garantie- und Rückgabebedingungen für chinesische Phone-Käufer anprangerte – Apple-Chef Tim Cook entschuldigte sich prompt und öffentlich. Der Konzern erwirtschaftet inzwischen über 20 Prozent seines Umsatzes in China. (lbe)