Chinesische Apple-Mitarbeiter haben angeblich Nutzerdaten verschachert

Die chinesische Polizei hat einen Betrugsring ausgehoben, der durch den Verkauf persönlicher Daten von Apple-Nutzern Millionen eingenommen haben soll. Bei den Tätern habe es sich auch um Mitarbeiter des iPhone-Konzerns gehandelt.

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MacBook-Tastatur

(Bild: dpa, Karl-Josef Hildenbrand/Archiv)

Von
  • Leo Becker

Chinesische Behörden haben 22 Personen verhaftet, denen der Verkauf persönlicher Daten von iPhone- und Mac-Nutzern vorgeworfen wird. Ein Großteil der Verhafteten war für Apple China im Direktmarketing und Outsourcing tätig, wie die Nachrichtenagentur Agence-France Presse unter Verweis auf eine Mitteilung lokaler Polizeibehörden berichtet.

Die Mitarbeiter hätten Nutzerdaten wie Apple-IDs, Telefonnummern und weitere Angaben über eine interne Datenbank des Konzerns abgefragt und anschließend auf dem Schwarzmarkt verkauft – für Preise von umgerechnet zwischen rund 1,30 Euro und 23 Euro pro Datensatz. Insgesamt habe der Betrugsring so umgerechnet gut 6,5 Millionen Euro eingenommen. Das Netzwerk der Kriminellen wurde nach Angabe der Behörden zerschlagen – die Verhaftungen seien nun in Folge einer monatelangen Untersuchung vorgenommen worden.

Ob dabei auch Daten internationaler Apple-Nutzer gehandelt wurden, bleibt vorerst offen Weitere Details zu den preisgegebenen Informationen liegen bislang ebenfalls nicht vor – ebenso ist unklar, auf welche internen Datenbanken die Mitarbeiter Zugriff hatten. Ein derartiger Verkauf von Nutzerdaten sei in China relativ gängig, merkt die Nachrichtenagentur an. (lbe)