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Clean Power Plan: Apple stellt sich gegen Abschaffung von Obamas Klimaplan

Die von der Regierung Trump geplante Rücknahme des Klimaplans, der Treibhausgas-Emissionen reduzieren sollte, schwäche Investitionen in erneuerbare Energien, meint Apple. Der Kampf gegen den Klimawandel sei moralisch richtig und wirtschaftlich sinnvoll.

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Diese Anlage im US-Bundesstaat North Carolina versorgt das Rechenzentrum des Computerkonzerns Apple in Maiden mit Solarstrom.

(Bild: dpa, Apple)

Apple hat sich gegen die von der Regierung Trump geplante Aufhebung des “Clean Power Plan” ausgesprochen: Die Rücknahme des unter Barack Obama vorgestellten Klimaplans, der den Ausstoß von Kohlenstoffdioxid im Energiesektor bis 2030 um gut 30 Prozent (im Vergleich zu 2005) senken sollte, werde zu einem Rückgang der Investitionen in erneuerbare Energien führen und damit den Wettbewerbsvorteil der USA mindern – besonders gegenüber China, argumentiert Apple in einer Eingabe an die US-Umweltschutzbehörde EPA, wie The Verge berichtet.

Die geplante Abschaffung stelle für Firmen wie Apple und “unsere großen Fertigungspartner” eine “wachsende Investitionsunsicherheit” dar, erklärt der iPhone-Konzern weiter. Der Kampf gegen den Klimawandel sei nicht nur unter aus moralischen und Umweltaspekten richtig, sondern auch “wirtschaftlich sinnvoll”, schreibt Apple: Der Bezug von Elektrizität aus erneuerbaren Energien führe im Unterschied zu Öl zu geringeren Preisfluktuationen für Konzerne, die ihren Strombedarf auf diese Weise decken.

Apple bezieht den eigenen Bedarf in den USA nach eigener Angabe vollständig aus erneuerbaren Energien und versucht, schrittweise auch Zulieferer in Asien darauf umzustellen – ein Großteil der Emissionen des Konzerns fällt bei der Produktion der Produkte an.

Es handle sich um den ersten öffentliche Kommentar eines Unternehmens zur der geplanten Abschaffung des Clean Power Plan, merkt die Nachrichtenagentur Reuters an. Scott Pruitt, der neue Chef der Umweltschutzbehörde hatte im vergangenen Oktober angekündigt, den Klimaplan abzuschaffen – der “Krieg gegen Kohle ist zu Ende”, teilte Pruitt damals mit.

Der Clean Power Plan war aufgrund mehrerer Klagen von US-Bundesstaaten, die zur Stromgewinnung noch stark auf Kohle setzen, bislang nicht umgesetzt worden. Die EPA erwägt nun ein neues Regelwerk und nimmt dafür noch öffentliche Vorschläge entgegen. Apples Umwelt-Managerin Lisa Jackson war früher selbst als von Obama ernannte Chefin der US-Umweltbehörde tätig, sie leitete die EPA von 2009 bis 2013 – vor ihrem Wechsel zu dem Konzern. (lbe)