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Comdirect macht wohl auch bei Apple Pay mit

Bislang hatte die Direktbank sich nicht festlegen wollen, ob sie zum Deutschlandstart des Bezahldienstes dabei ist. Nun tauchen Hinweise in den AGB auf.

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Apple Pay

Auf Apple Pay warten deutsche Kunden schon eine kleine Ewigkeit.

(Bild: dpa, Monica Davey)

Die mit der Commerzbank verbandelte Comdirect-Bank könnte zum Start von Apple Pay in Deutschland als weiteres Geldhaus dabei sein. Dafür gibt es zumindest starke Indizien: Wie iPhone-Ticker.de meldet, hat die Bank neue Nutzungsbedingungen mit Stand Oktober 2018 an Nutzer ausgegeben, in denen es explizit um den Apple-Bezahldienst geht, der noch in diesem Jahr hierzulande starten soll. Diese "comdirect Nutzungsbedingungen für Apple Pay" sind eine Ergänzung zu den AGB des bestehenden Kreditkartenvertrages, laut denen es dem Karteninhaber künftig möglich ist, sich mit der comdirect-Visa-Karte für Zahlungen in Apples Wallet und damit für das Apple-Pay-Verfahren anzumelden.

Bislang hatte die Comdirect, die zu 81 Prozent der Commerzbank gehört, eine Teilnahme an Apple Pay weder bestätigen noch ablehnen wollen. "Grundsätzlich werden mobile Bezahlsysteme weiter an Bedeutung gewinnen", hatte der Privatkundenvorstand der Commerzbank, Michael Mandel, im Gespräch mit Nachrichtenagenturen Mitte August mitgeteilt. Er schloss dabei eine Zusammenarbeit mit Apple nicht aus, obwohl man bereits mit Google kooperiert: "Es wird nicht nur ein Bezahlverfahren für Mobile Payment geben. Der Kunde wird zwischen verschiedenen Angeboten immer wieder wechseln. Das bedeutet, dass wir viele Verfahren prüfen und bewerten. Auch die Entwicklung bei Apple Pay schauen wir uns mit Interesse an."

Auf Nachfrage von Mac & i wollte die Pressestelle der Comdirect-Bank allerdings keine neue Aussage zu Apple Pay treffen und dessen Verfügbarkeit zum Start bei dem Geldhaus auch nicht offiziell bestätigen. Auch die von Apple vorgegebene Formulierungshilfe, die Bank werde Apple Pay später in diesem Jahr auf den Markt bringen, reicht die Comdirect noch nicht aus. Somit bleibt es bei der (noch recht kompakten) Liste der Banken, die für Apple Pay bereits bestätigt wurden.

Dazu gehören die Deutsche Bank als erste Großbank (zunächst ohne Postbank), die Unicredit-Tochter HypoVereinsbank, das Fintech-Start-up N26, Boon von Wirecard, die Hanseatic Bank, die Fidor-Bank sowie der Zahlungsdienstleister VIMpay. Wie Mac & i aus Bankenkreisen erfahren konnte, sind auch die Zahlungs- beziehungsweise Kartenanbieter Revolut, bunq, Pay Center und Edenred bei Apple Pay in Deutschland dabei. Zudem können American-Express-Mitglieder ihre Karten vom Start weg nutzen.

[Update 24.10.18 9:35 Uhr:] Die Comdirect-Bank hat mittlerweile offiziell angekündigt, bei Apple Pay in Deutschland dabei zu sein. (bsc)