Coronavirus: Apple-Läden in China öffnen wieder – aber nur in Peking

In der chinesischen Hauptstadt kann man ab heute wieder bei Apple einkaufen. Normal geöffnet sind die Läden aber nicht.

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Apple-Laden in China

(Bild: dpa, Rolex Dela Pena)

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Apple hat mit der Wiedereröffnung seiner Retail Stores in China nach dem Ausbruch der Coronoavirus-Epidemie begonnen. Alle Läden in Hauptstadt Peking sind seit dem heutigen Freitag wieder zugänglich, wie der Website des iPhone-Herstellers zu entnehmen ist. Allerdings wurden die Öffnungszeiten reduziert – noch bis zum 19. Februar wird erst um 11 Uhr geöffnet und bereits um 18 Uhr geschlossen. Zudem behält sich das Unternehmen vor, die Öffnungszeiten kurzfristig zu ändern, hieß es.

Peking bleibt allerdings die einzige Region in Festlandchina, in der die Apple-Geschäfte wieder offen sind. Alle anderen Läden in Städten von Shanghai bis Shenzhen werden noch nicht in Betrieb genommen – Gründe nannte der Konzern zunächst nicht. Insgesamt betreibt Apple über 40 Retail Stores in China, es ist der umsatzmäßig zweitwichtigste Markt hinter den Vereinigten Staaten von Amerika. "Mit Blick auf die öffentliche Gesundheit und die Vorsorge bleiben einige unserer Ladengeschäfte temporär geschlossen", heißt es in einer Notiz auf Apple.com.

Die Firma hatte zunächst geplant, ihre Läden, ihre Unternehmensbüros sowie ihre Kontaktzentren für Supportanfragen zum 10. Februar, also dem vergangenen Montag, wiederzueröffnen. Dies sagte Personal- und Retail-Chefin Deirdre O'Brien allerdings kurzfristig in einem internen Memo wieder ab. Man stehe "ständig in Verbindung mit Experten für öffentliche Gesundheit, den Regierungsbehörden und unseren Teams und Leitern in China", so die Managerin noch zum Wochenende. Man sei sich zudem bewusst, dass es noch viele Reise- und Bewegungsbeschränkungen gibt.

Apple hat unterdessen noch ganz andere Probleme aufgrund der Coronavirus-Epidemie. So ist die iPhone-Herstellung beim wichtigsten Fertiger weltweit, Foxconn, in China nach wie vor nicht wieder angelaufen. Das könnte die Absätze beeinträchtigen sowie möglicherweise Probleme beim Verkaufsstart des "iPhone 12" im September generieren, da die Produktion einen gewissen Vorlauf hat. Auch bei vielen Herstellern von Komponenten stehen die Bänder still.

[Update 15.02.20 20:52 Uhr:] Apple lässt in seinen Läden Eingangskontrollen durchführen – Mitarbeiter nehmen Temperaturmessungen vor. (bsc)