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Datenschützer sehen Problem mit iOS-Ortsdatenspeicherung als behoben an

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Der iPhone-Hersteller Apple habe die übermäßige Speicherung der Ortungsdaten inzwischen beendet und müsse deshalb nicht mit Sanktionen rechnen, teilte das bayerische Landesamt für Datenschutzaufsicht am Freitag mit. Standortinformationen würden mittlerweile nach sieben Tagen automatisch gelöscht. Apple hat außerdem versprochen, dass sämtliche Standortinformationen in den Zwischenspeichern der Geräte in der nächsten iOS-Version verschlüsselt werden sollen.

Die Datenschützer kommen zwar zu dem Schluss, dass in der Tat bis zu einer Aktualisierung des Betriebssystems Anfang Mai "datenschutzrechtliche Probleme" bestanden. "Diese Probleme, die nach Angaben des Unternehmens durch einen Programmierfehler ausgelöst wurden, sind nun weitgehend behoben", schrieb Behördenchef Thomas Kranig in seiner Mitteilung.

"Angesichts der umgehend ergriffenen Maßnahmen sieht das Landesamt derzeit keine Notwendigkeit für ein aufsichtliches Einschreiten." Für einen konkreten Missbrauch der Daten lägen keine Anhaltspunkte vor. "Datensicherheitsrechtliche Verstöße als solche sind nach dem Bundesdatenschutzgesetz nicht bußgeldbewehrt, so dass es aus Sicht des Landesamtes auch für die Einleitung eines Bußgeldverfahrens keinen Anlass gibt."

Im April war bekannt geworden, dass iOS-Geräte Informationen über Mobilfunkmasten und WLAN-Basisstationen der eigenen Umgebung lokal speichern und über einen unbegrenzten Zeitraum aufbewahren. iTunes übertrug diese Datenbank im Rahmen eines Backups bis iOS 4.3.2 auf den zur Synchronisierung genutzten Mac oder Windows-Rechner. Das bayerische Landesamt hatte der deutschen Tochter des US-Unternehmens federführend für die Bundesländer einen langen Fragenkatalog zugeschickt. (mit Material der dpa) / (lbe)