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Details zu Apples Maßnahmen gegen Leaks geleakt

Um Informationen zu neuer Hardware nicht öffentlich werden zu lassen, führt der Konzern mehr Kontrollen durch als die Transportsicherheitsbehörde der USA. Eine durchgesickerte interne Präsentation des Sicherheits-Teams verrät weitere Details.

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Apple und andere Technologiekonzerne wettern schon lange gegen so genannte Patent-Trolle.

(Bild: dpa, Monica Davey)

Apple will die eigenen Mitarbeiter von der Wichtigkeit steter Geheimhaltung überzeugen: Dafür führt der Konzern inzwischen interne Briefings durch, auf denen Mitglieder des Konzernsicherheits-Teams über den Kampf gegen “Leaks” – das Durchsickern geheimer Informationen – berichten. Dies geht aus dem Mitschnitt einer dieser Präsentationen hervor, die der News-Seite The Outline zugespielt wurde.

Das Sicherheits-Team des Konzerns, das sich unter anderem aus ehemaligen Mitarbeitern von US-Nachrichtendiensten, Strafverfolgungsbehörden und Militär zusammensetzt, soll nicht nur die Preisgabe von Informationen verhindern, sondern auch die Quelle von unerwünscht veröffentlichten Informationen aufspüren.

Apple-Chef Tim Cook betont seit mehreren Jahren, man werde die Konzernsicherheit verdoppeln – dennoch dringen nach wie vor etliche Details an die Öffentlichkeit. Die zahlreichen Leaks über das “iPhone 8” hätten sich negativ auf die Verkaufszahlen des iPhone 7 ausgewirkt, erklärte der Apple-Chef zuletzt nach Bekanntgabe der Geschäftszahlen.

Dem Briefing zufolge führt Apple inzwischen mehr tägliche Kontrollen in Werken von Auftragsfertigern und Zulieferern durch als die Transportsicherheitsbehörde der USA (TSA), die unter anderem an US-Flughäfen die Sicherheitskontrollen durchführt. Deren Spitzenwert liege bei 1,8 Millionen Kontrollen am Tag, erklärte Apples Sicherheitschef David Rice laut The Outline. Apple führe in 40 Werken in China 2,7 Millionen Kontrollen am Tag durch – in Spitzenzeiten wie bei der Produktion eines neuen iPhones steige die Zahl auf 3 Millionen.

Die Kontrollen sollen verhindern, dass die Arbeiter Komponenten und Gehäuseteile aus dem Werk schmuggeln – den Fabrikarbeitern würden Summen in Höhe mehrerer Monats- oder sogar Jahresgehälter angeboten, um Teile nach draußen zu bringen.

Apples Kontrollen haben den Schmuggel von Geräteteilen inzwischen angeblich so stark eingeschränkt, dass 2016 nur noch vier Gehäuse gestohlen wurden – von 65 Millionen produzierten. Im Jahr zuvor seien noch 57 Gehäuse durchgesickert, 2014 sogar 387. Die Kontrollen seien so effektiv, dass inzwischen mehr Geheiminformationen aus Apples eigenen Firmeneinrichtungen nach außen dringen – statt durch Zulieferer.

Das Sicherheits-Team platziere deshalb Mitglieder in den Produkt-Teams des Konzerns, die “Mitarbeitern dabei helfen sollen, Geheimnisse zu wahren”. Zwei Personen seien im vergangenen Jahr ausfindig gemacht worden, die in großem Stil “Informationen an Blogger verrieten”. Die Mitarbeiter seien oft so begeistert, dass sie nicht für sich behalten können, woran sie arbeiten. Apples Sicherheitschef betonte aber, bei Apple gebe es dennoch keine “Big-Brother-Kultur”. "Niemand aus dem Sicherheits-Team liest eure E-Mails oder sitzt hinter euch im Bus", versprach Rice den Mitarbeitern. (lbe)