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Dicke Updates für Logic Pro X für macOS und GarageBand für iOS

Für das Profimusikprogramm auf dem Mac wurde endlich Touch-Bar-Unterstützung nachgeliefert. Die iOS-Version von GarageBand bekommt einen neuen Synthesizer.

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Logic Pro X bietet eine konfigurierbare Unterstützung für die OLED-Funktionstastenleiste des neuen MacBook Pro.

(Bild: Apple)

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Apple: Logic Pro X, EDU, ESD (multilingual) (MAC) (D6626ZM/​A) ab € 257,30

Apple hat am Mittwochabend zwei seiner wichtigsten Musikprogramme aktualisiert – mit einer ganzen Reihe neuer Funktionen.

Logic Pro X 10.3 liefert den vom Hersteller seit Herbst versprochenen Support für die Touch Bar des neuen MacBook Pro nach. Die Funktion ist relativ stark konfigurierbar. Sie bietet je nach gewählter Ansicht eine Timeline, die einen schnellen Überblick über das gesamte Projekt sowie Navigation durch Streichen mit dem Finger erlaubt, eine Darstellung der Smart Controls der jeweils gewählten Spur, ein Abspielen und Aufnehmen von Softwareinstrumenten mit einer Klaviatur sowie das Triggern von Schlagzeug-Pads zum Bauen von Beats. Ein Satz anpassbarer Tastaturbefehle bietet laut Apple zudem Zugriff auf die bevorzugten Kurzbefehle.

Überarbeitet hat Apple auch die Benutzeroberfläche. Sie ist optisch heller geworden und soll so besser lesbar sein. Man kann Regionen, Spuren und Noten mit mehr Farben versehen und darf nun einen horizontalen Autozoom nutzen. Verändert wurde auch die Darstellung der Regionsbearbeitung beim Trimmen der Wellenform – diese zeigt nun die komplette Audiodatei auf einen Blick.

Im Produktionsbereich gibt es nun die sogenannten Spurenalternativen, die es erlauben, verschiedene Regionen-Playlists und Bearbeitungen auf einer Spur per Klick zu wechseln. Es gibt Verbesserungen bei der Konfiguration von Effekt-Plug-Ins, ein "echtes" Stereo-Panning und eine neue 64-Bit-Summierungs-Engine. Apple hat Logic Pro X zudem 192 zusätzliche Busse verpasst. Die Anbindung in Richtung GarageBand wurde mit einer Exportfunktion für Spuren versehen, die auch per iCloud nutzbar ist. Softwareinstrumente dürfen Side-Chain-Quellen sein und MusicXML-Dateien lassen sich importieren.

GarageBand 2.2 für iOS kommt nun mit dem Synthesizer Alchemy Touch Instrument, den Apple zuvor schon in Logic Pro X angeboten hatte. Apple hatte dessen Hersteller Camel Audio im Frühjahr 2015 übernommen. Das Modul bietet laut Apple über 150 Synthesizerpatches, was allerdings nur auf iPhone 6 oder neuer, iPad Pro, iPad Air 2 oder iPad mini 4 funktioniert.

Daneben kennt GarageBand nun neue Mischereffekte – darunter einen visuellen EQ, einen Bitcrusher und einen Overdrive-Modus. Eine umgebaute Soundübersicht erlaubt ein schnelleres Auffinden von Instrumenten und Patches. Das Audiorekordermodul wurde überarbeitet und bietet nun professionelle Effekte wie Verzerrung, Delay und Pitch. GarageBand 2.2 für iOS unterstützt zudem erstmals Audio-Unit-Erweiterungen durch externe Apps. Wer sich bei der Aufnahme gerne einmal verzettelt, wird die Multi-Take-Aufnahme schätzen. Eine Spur aus GarageBand landet via iCloud nun auf Wunsch direkt in Logic Pro X.

Logic Pro X 10.3 läuft ab OS X 10.11 oder höher und kostet den Profipreis von 200 Euro. GarageBand 2.2 für iOS bleibt weiterhin günstig: Die App für iPhone und iPad verkauft Apple für 5 Euro. Hier ist mindestens iOS 10.2 gefragt. Die Downloads sind nicht klein: 1,32 GByte bei Logic Pro X (ohne Nachladen von Sounds) und 1,7 GByte bei GarageBand für iOS. Beide Apps sind sofort verfügbar.

Logic Pro X 10.3 und GarageBand 2.2 für iOS (5 Bilder)

(bsc)