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Dienstleister: Apple macht Reparaturen absichtlich schwer

Der Chef des bekannten US-Reparaturdienstleisters iFixIt glaubt, dass der iPhone-Hersteller das Servicegeschäft in der eigenen Hand behalten will.

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Unter Apple-Nutzern ist der amerikanische Reparaturdienstleister iFixIt vor allem für seine Teardowns neuer Hardware aus Cupertino bekannt, doch die Firma liefert auch diverse Produkte nach Hause, mit denen sich das Reparieren von Apple-Hardware leichter durchführen lassen soll.

Kyle Wiens, Chef von iFixIt, hat den iPhone- und Mac-Hersteller immer wieder dafür kritisiert, dass er es Dritten nicht leicht macht, seine Geräte zu warten. Auf der in der letzten Woche zu Ende gegangenen Macworld wurde der Manager nun noch deutlicher. Apple tue "alles, was sie können", um externen Anbietern von Reparaturdienstleistungen das Business zu vermiesen, sie gar "aus dem Geschäft zu drängen".

Ein von iFixIt auseinander genommenes iPhone 5s.

(Bild: iFixIt)

Apple versuche, Reparaturen wenn möglich in seinen eigenen Läden durchzuführen. Doch nicht jeder lebe eben im Umkreis eines Apple Retail Store mit "Genius Bar" (siehe Test in Mac & i Heft 1/2014). Dritte würden abgeschreckt, eigene Reparaturangebote zu machen. Wiens kritisierte auch Apples Zertifizierung für externe Serviceanbieter, die sich derzeit vor allem um den Mac drehten. iFixIt versuche deshalb, mit Anleitungen und Tipps zu helfen.

Aber nicht nur Apple-Hardware sei problematisch in Sachen Reparierbarkeit. So habe Microsofts Surface Pro kürzlich extrem schlechte Noten in diesem Bereich erhalten. Etwas Humor in Richtung Cupertino versteht iFixIt-Mann Wiens zudem dann doch: Am heutigen 1. April teilte seine Firma mit, von Apple direkt übernommen worden zu sein. (bsc)