Menü
Mac & i

Drei Milliarden US-Dollar für Apple-Aktionäre

Der iPhone-Konzern schüttet erneut eine Dividende aus. Kein anderes Unternehmen zahlt so viel.

vorlesen Drucken Kommentare lesen 75 Beiträge
Apple-Logo

(Bild: dpa, Peter Kneffel/Archiv)

Anzeige
Apple iPhone 7 32GB schwarz
Apple iPhone 7 32GB schwarz ab € 379,95

Apple wird am Mittwoch erneut eine Dividende an Aktionäre auszahlen. Jeder, der die Aktie am 15. Mai in seinem Portfolio hielt, erhält 63 US-Cent pro Anteilsschein. Das entspricht einem Plus von 10,5 Prozent. Insgesamt werden drei Milliarden Dollar ausgeschüttet. Der Konzern ist damit laut einem Bericht der Finanzwebsite The Motley Fool der größte Dividendenzahler weltweit – und hat den Ölkonzern ExxonMobil soeben vom Thron gestoßen.

Wertvollstes Unternehmen an den US-Finanzmärkten ist der iPhone-Produzent schon länger. Aktuell liegt die Marktkapitalisierung bei 813 Milliarden Dollar. Zum Vergleich: Google ist derzeit knapp 170 Milliarden Dollar "billiger", Microsoft sogar über 280 Milliarden. Insgesamt soll Apple in diesem Jahr rund 13 Milliarden Dollar an Dividenden an seine Aktionäre ausreichen. In den letzten vier Quartalen wurden insgesamt 12,3 Milliarden gezahlt.

Die Dividenden sind Teil eines umfänglichen "Capital Return Program", das vor allem auf Aktienrückkäufe setzt. Satte 300 Milliarden Dollar will Apple in eigene Aktien sowie Dividenden investieren. Dabei macht der Konzern enorme Schulden, die mittlerweile einen dreistelligen Milliardenbetrag erreicht haben.

Fürchten muss das Unternehmen solche Summen allerdings nicht. Über 250 Milliarden Dollar hat Apple auf der hohen Kante. Der größte Anteil davon – über 90 Prozent – lagert allerdings außerhalb der USA, was bei einer Rückführung hohe Steuernachzahlungen auslösen würde. Entsprechend lohnt es sich auch steuerlich, Anleihen aufzulegen, zumal die Zinsen für den Konzern sehr niedrig sind.

Unter dem neuen US-Präsidenten Donald Trump könnten die Repatriierungssteuern allerdings signifikant sinken – von aktuell 35 Prozent auf vielleicht 10 Prozent. Dann könnte Apple seinen Geldhaufen auch in die Heimat zurückführen, um Dividenden und Rückkäufe ohne Umwege zu finanzieren. Analysten fordern Apple in regelmäßigen Abständen auf, eine große Akquisition mit dem Geldbestand zu tätigen – bislang hat das Unternehmen aber nur maximal 3 Milliarden Dollar in Aufkäufe investiert, letztere gingen an Beats. (bsc)