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Drohende Strafzölle: Foxconn bereit für iPhone-Produktionsverlagerung

Dem Auftragsfertiger zufolge besteht genug Kapazität, um für den US-Markt benötigte iPhones außerhalb von China zu montieren – sollte Apple dies wünschen.

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Foxconn ist bekannt vor allem als Hersteller von Apple-Geräten.

(Bild: dpa, David Chang)

Mac & i
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Apples wichtigster Auftragsfertiger Foxconn hat einen Notfallplan für den möglicherweise eskalierenden Handelskrieg zwischen USA und China: Man habe genug Kapazitäten außerhalb Chinas aufgebaut, um alle für den US-Markt benötigten iPhones in anderen Ländern zu produzieren, erklärte der Chef von Foxconns Halbleiter-Sparte vor Investoren in Taipei.

Rund ein Viertel der gesamten Produktionskapazität liege bereits außerhalb von China, man könne Apples Nachfrage dadurch bedienen, hieß es. Zusätzliche Investition in Werke in Indien sollen beispielsweise die dortige, bislang noch begrenzte iPhone-Produktion weiter ausbauen – auch aktuelle Modelle sollen dann in Indien vom Band laufen. Apple habe aber Foxconn bislang keinen Auftrag erteilt, die iPhone-Fertigung aus China abzuziehen, wie die Finanznachrichtenagentur Bloomberg berichtet.

Sollte die Regierung Trump weitere Strafzölle gegen China erlassen, unter die auch das iPhone fällt, könnte das schon teure Smartphone auf dem US-Markt nochmals teurer werden. Nach Analystenschätzungen könnte sich der Preis des iPhone XS um rund 150 Dollar auf 1150 Dollar erhöhen – dies würde "sicher" die Verkäufe dämpfen, wie Apple-Chef Tim Cook in der vergangenen Woche in einem Interview einräumte. Er hoffe aber, dass dies nicht passieren werde. Er sehe auch nicht, dass China spezielle Maßnahmen gegen Apple ergreift, so Cook.

Strafzölle auf das iPhone würden letztlich allen Ländern schaden, schließlich würden die Komponenten "von überall" bezogen, betonte der Apple-Chef – nur die Endmontage erfolge in China. Der größte Schaden entstünde aber für die USA selbst, so Cook.

Ende Mai wurde bekannt, dass auch Apples taiwanischer Auftragsfertiger Pegatron seine Kapazitäten außerhalb Chinas ausbaut: Mit einer Investition von umgerechnet bis zu einer Milliarde Dollar solle eine Fabrik in Indonesien ausgebaut werden, um iPhone-Chips und möglicherweise weitere Komponenten für Apple-Hardware zu produzieren.

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(lbe)