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Dropbox und iCloud geraten in macOS 10.12 aneinander

Um Dropbox möglichst problemfrei in macOS Sierra zu verwenden, sollten Nutzer den Client aktualisieren. Dennoch können Fehlermeldungen auftreten und in bestimmten Konstellationen sogar Dateien gelöscht werden, warnt der Cloud-Dienst.

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Dropbox rät Nutzern von macOS Sierra, den Mac-Client des Cloud-Dienstes auf den neuesten Stand zu bringen, um die Kompatibilität zu verbessern. Aktuell ist derzeit die Dropbox-Version 10.4.26. Auch mit der neuesten Version kann es in Verbindung mit der erweiterten iCloud-Integration von Sierra aber zu Problemen kommen, wie Dropbox in einem Support-Dokument aufführt. Beim Verschieben von Dateien zu Dropbox sehen Nutzer unter Umständen einen Warndialog, der darauf hinweist, dass die Datei aus iCloud und allen angebundenen Geräten gelöscht wird.

Die “Anzeige verwirrender Synchronisierungssymbole auf dem Dropbox-Ordner oder auf darin enthaltenen Dateien” sei ebenfalls möglich, führt der Cloud-Anbieter aus. Die iCloud-Warnhinweise können Nutzer generell in den Finder-Einstellungen deaktivieren, dann erfolgt aber gar kein Hinweis mehr beim Verschieben von Dokumenten aus iCloud-Ordnern. Auch werden dadurch die “Symbole, die auf einen Synchronisierungskonflikt hinweisen, nicht entfernt”, merkt Dropbox an.

Trotz dieser Probleme könne man Dropbox im Zusammenspiel mit iCloud verwenden, solange man den Client in der Standardkonfiguration verwendet, betont Dropbox, allerdings sollten nicht dieselben Dateien sowohl von Dropbox als auch iCloud synchronisiert werden. In bestimmten Konfigurationen könne es dazu kommen, dass in Dropbox gespeicherte Daten “verloren gehen”. Dies kann passieren, wenn der Dropbox-Ordner etwa auf Schreibtisch oder im Dokumente-Ordner liegt und diese jeweils durch iCloud synchronisiert werden und der Nutzer die neue automatische Speicherplatzoptimierung nicht abgeschaltet hat. Dropbox fordert in diesem Fall in einem Dialog dazu auf, den Dropbox-Ordner an den Standardplatz zu verschieben.

In macOS Sierra muss Dropbox nun um Erlaubnis bitten, um sich in den Bedienungshilfen installieren zu können. Zuvor nutzte das Unternehmen offenbar einen Bug, um sich dort kurzerhand ohne Nachfrage einzunisten, wie Nutzer bemängelten. Die Bedienungshilfen räumen Programmen erhebliche Rechte ein, Dropbox nutzt diese nach eigener Angabe um die Integration mit Microsoft Office umzusetzen. “Unter macOS kann der Zugriff auf die Bedienungshilfen für die Dropbox-Desktopanwendung momentan nicht deaktiviert werden”, schreibt das Unternehmen. “Das ist nicht ideal, wir arbeiten aber an einer Verbesserung.” (lbe)