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E-Book-Streit: 800-Millionen-Dollar-Sammelklage gegen Apple

Die zuständige Richterin hat eine Sammelklage bewilligt, die mehrere US-Bundesstaaten wegen illegaler Preisabsprachen bei E-Books eingereicht haben.

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Während die Berufung von Apple gegen das Kartell-Urteil wegen der Preisabsprachen bei E-Books läuft, verzeichnen die Kläger in einem "Class Action"-Verfahren einen Zwischensieg: Die zuständige Richterin Denise L. Cote bewilligte ihre Sammelklage. Die Kläger, die 33 US-Bundesstaaten vertreten, berufen sich darin auf das kartellrechtliche Urteil gegen Apple aus dem vergangenen Sommer. Die eigentliche Verhandlung der Sammelklage dürfte nun in einigen Monaten beginnen. Die Entscheidung von Richterin Cote wurde bei Scribd veröffentlicht.

In dem Rechtsstreit geht es um steigende E-Book-Preise infolge der Einführung des ersten iPads Anfang 2010. Damals eröffnete Apple auch seinen iBookstore und erlaubte den großen Verlagen, den Endkundenpreis der elektronischen Bücher selbst festzulegen. Amazon hatte stattdessen Großhandelspreise bezahlt und die E-Books dann teilweise für weniger verkauft, um Kunden zu binden. Die Verlage fürchteten, Kunden könnten sich an die niedrigen E-Book-Preise gewöhnen und kooperierten deshalb mit Apple. Weil E-Books unter der neuen Regelung nirgendwo mehr günstiger verkauft werden durften, zogen die Preise insgesamt an, auch bei Amazon. (ciw)